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Höh're Gewalt
Ob ein Sturzschaden behoben werden muss oder
einfach nur etwas mehr Individualität gefragt ist wer sein Motorrad
mit einem Nachrüst-Schalldämpfer aus dem Zubehör-Angebot
veredeln will, muss dafür mehr als ein Taschengeld investieren. Zwischen
knapp 300 und deutlich über 400 Euro sind beispielsweise für den
Alternativ-Auspufftopf einer Kawasaki ZRX 1200 fällig. Im Vergleich
mit den 618 Euro, die Kawasaki für das Originalteil berechnet, sind
das immer noch Schnäppchenpreise. Doch genug, um sich Gedanken über
die Qualität der Neuanschaffung zu machen. MOTORRAD gibt in Ausgabe
26/2002 Hilfestellung und hat acht Ersatz-Endtöpfe
miteinander und dem Original verglichen.
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| Acht Nachrüstschalldämpfer für
die Kawasaki ZRX 1200 mussten auf dem Leistungsprüfstand und
bei der Geräuschmessung beweisen, was sie können
in einigen Fällen war es mehr, als die Polizei erlaubt. |
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Foto: fact
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Qualität lässt sich im Fall von Schalldämpfern
an Kriterien wie Material, Verarbeitung, Passform und die Auswirkung auf
die Leistungskurve festmachen und natürlich daran, was hinten
rauskommt. Was für Biker begeisternder Sound ist, führen Gesetzeshüter
unter der Rubrik Geräuschpegel, und der wird bei Überschreitung
bestimmter Grenzwerte bisweilen zur Begründung drakonischer Strafen
herangezogen. Die Geräuschmessung ist deshalb unverzichtbarer Bestandteil eines MOTORRAD-Auspuff-Vergleichs.
Die Kawasaki ZRX 1200 musste an einem trüben Novembertag im Fahrerlager
des Hockenheimring mit den acht Zubehör-Schalldämpfern und dem
Originalbauteil Klangproben im Stand und während der Vorbeifahrt abliefern.
Per Schalldruckpegelmesser wurden die Lautstärkewerte gemessen und
notiert, per Digitalrekorder die akustischen Darbietungen aufgezeichnet,
die den Kurzbeschreibungen der einzelnen Schalldämpfer als Hörproben
beigefügt sind.
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| MOTORRAD-Service-Redakteur Uli Holzwarth
(rechts) weist im Hockeneimer Fahrerlager Testfahrer Christian Vetter
ein: »Für die Standgeräusch-Messung muss der Motor
einige Sekunden auf halber Nenndrehzahl gehalten werden.« |
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Foto: abs
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Wenn die Geräuschmessung ansteht, wird MOTORRAD-Service-Redakteur
Uli Holzwarth immer besonders pingelig das musste in Hockenheim
Testpilot Christian Vetter erfahren. Während die Messung des Standgeräuschs
noch eine vergleichsweise einfache Übung ist, bei der das Vierzylinder-Triebwerk
der ZRX lediglich ein paar Sekunden auf halber Nenndrehzahl gehalten werden
muss, gestaltet sich die Fahrgeräusch-Messung zum Geduldsspiel. Denn
es hängt ganz entscheidend davon ab, wie exakt der Testfahrer am
Beginn der 20 Meter langen Messtrecke den Gasgriff aufreißt und
wie genau er ihn am Ende wieder schließt. Fährt Christian Vetter
den Messberich etwas zu forsch an oder verpasst er das Ende nur um einen
Sekundenbruchteil schon weichen die Vergleichswerte zu stark voneinander
ab, um als zuverlässiges Messergebnis akzeptiert zu werden.
So wird Vetter mehr als einmal zum Wiederholungstäter,
bevor Holzwarth zufrieden ist. Die penible Messmethode ist notwendig,
schließlich kann eine zu laute Auspuffanlage ziemlichen Ärger
verursachen, wenn sie von Amts wegen als Krawalltüte identifiziert
wird. Gerade an der Kawasaki ZRX 1200 ließen einige Schalldämpfer
gewaltig von sich hören alle Messwerte und die Leistungsdiagramme
sind in MOTORRAD 26/2002 ab Seite 124 zu studieren.
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