Sportreifen Seite 1
 
 
 
 
   
   
 

Mehr Power, mehr Speed, mehr Dynamik – der Wettlauf bei den Supersport-Motorrädern fordert auch die Reifenhersteller. Und die antworten prompt. Mit lupenreiner Rennsporttechnologie für die Straße.

Haben Sie sich schon für das nächste Reifenpärchen entschieden? Nein? Ach so, Sie sind von der riesigen Palette an Typen und Profilen etwas überfordert. Ehrlich gesagt: wir auch. Um einen Überblick zu kriegen, gibt’s deshalb einmal im Jahr den großen MOTORRAD-Rundumschlag in Sachen Reifen. Als erste von fünf Folgen sind die Sportgummis im 120er- und 180er-Format ohne Zusatzkennung an der Reihe, die also nicht an einen speziellen Motorradtyp gebunden sind. Mit dabei im Ringelreihen: alles was Rang und Namen hat, vombrandneuen Bridgestone Battlax BT 014 über den Force Max von Conti bis zum ebenfalls neuen Michelin Pilot Power.

Aufgeschnallt wurden die Sport-Pellen auf die Suzuki GSX-R 750, Modell 2003, vorsichtshalber ohne Scheinwerfer und Blinker sowie im kostengünstigen Glasfaser-Kleid verpackt. Man weiß ja nie, wie’s läuft. Genau das richtige Kaliber, um die sieben Probanden über die Achterbahn von Lédenon in Südfrankreich zu jagen. Ein klasse Fahrwerk, großzügige Schräglagenfreiheit und ein Granaten-Motor, der den Gummis gnadenlos einheizt.

Quiiitsch. Haaaalt. Auch wenn die Tester jetzt gern richtig an der Gasschnur ziehen würden, bleiben wir auf dem Teppich. Schließlich geht es um Straßensportreifen, in erster Linie gemacht für Schwarzwald, Eifel und sonstige Kurvenparadiese. Darauf wird das Testprogramm ausgerichtet, die Testfahrer dementsprechend an die Kandare genommen. Klare Ansage: Die halbe Strecke wird in lockerer Sitzhaltung ohne Kniekontakt mit dem Asphalt, aber in hurtigem Landstraßentempo absolviert. Dabei müssen Fahreigenschaften wie Aufstellmoment, Shimmy und Lenkpräzision bewertet und abgespeichert werden.

Ein weiterer Vorteil der dezenten Gangart: Die Reifen bleiben in einem angemessenen Temperaturbereich. Zur Kontrolle wurde bei allen Paarungen nach der letzten Testrunde die Temperatur an mehreren Stellen des Vorder- und Hinterreifens abgenommen. Um 35 Grad Celsius mittig vorn und 50 Grad im Schulterbereich hinten pendelten sich die Werte ein, die Abweichung betrug je nach Reifentyp maximal fünf Grad. Somit ein Temperaturbereich, der in etwa bei einer flotten Landstraßenpartie erreicht wird.

 
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