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Tourenfahrer und Wochenendausflügler wollen auf Kurvenspaß
nicht verzichten.
Deshalb müssen sieben aktuelle Reifenpärchen im Härtetest auf
trockenem und nassem Asphalt beweisen, was Sache ist.
Sie gehören zu der Gattung Reifen, die sich nicht eindeutig zuordnen
lassen: Tourensportler. Was steht im Vordergrund? Die Laufleistung?
Oder ein sturer Geradeauslauf? Wohl kaum, wie die Bezeichnung Sport
im Namen nahe legt. Wer tagelang in den Alpen oder Mittelgebirgen
herumkurvt, genießt nicht nur die schöne Aussicht, sondern sucht auch
den ultimativen Kurvenkick. Nicht unbedingt auf der letzten Rille, aber
immer flott und schräg unterwegs. Gönnt man sich an den Alpenpässen ein Stündchen Ruhe, kann man sich daran erfreuen, wenn das
reisende Volk mit vollverschalten Tourern oder nackten Kanonen in
eleganten Linien und mit herzhaften Schräglagen die Gipfel stürmt.
Routinierte Vielfahrer eben.
Diesem Anspruch versucht MOTORRAD Rechnung zu tragen und teilte
den Reifentest in mehrere Versuchs-fahrten mit zwei unterschiedlichen
Maschinen auf. Stellvertretend für die beliebte Gattung tourentauglicher Big Bikes steht die Kawasaki ZRX 1200 R. Daneben stand
zur besseren Beurteilung bestimmter Testkriterien eine Suzuki GSX-R
750 parat. Beide Modelle mit den gängigen Reifenformaten 120/70 ZR
17 und 180/55 ZR 17, montiert auf 3,50 und 5,50 Zoll breiten Felgen.
Die Wahl der Bereifung wurde in erster Linie auf die schwerere
Kawasaki ausgerichtet, weshalb sich bei einigen Reifentypen
Sonderkennungen finden. So ist beispielsweise der Michelin Pilot Road
hinten als K-Version mit etwas verstärkter Karkasse ausgeführt,
während beim Metzeler Roadtec vorn eine B-Version eingesetzt wird.
Der altbekannte Bridgestone-BT-020-Hinterreifen wurde durch die mit
„U“ spezifizierte Version ersetzt, die in Kürze als dessen Nachfolger in
den Handel kommt. Alle anderen Probanden entsprechen den
Standardausführungen, besitzen also keine eingeprägte Kennung am
Ende der Typenbezeichnung.
Teil 1: die Suche nach der ultimativen Haftung und dem Ritt auf
Messers Schneide. Das Problem dabei: der griffige Belag und optimale
äußere Bedingungen auf der Teststrecke im südfranzösischen Lédenon
– Voraussetzungen, die so gut wie jedem Naked Bike und jedem
Tourer vor Erreichen der Haftgrenze Rasten, Ständer oder gar das
Motorgehäuse im Funkenregen zerspanen. Ein Umstand, der es den
Testfahrern bei aufsetzenden Bauteilen nur schwerlich erlaubt, exakte
Aussagen zur tatsächlichen Reifenhaftung zu machen.
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