Grundlagen Motorradstiefel Welcher Stiefel zu welchem Motorrad?

Eine Frage des Stils und der Sicherheit: Welcher Stiefel zu welchem Motorrad?

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Foto: mps-Fotostudio

Kurzsteifel
Für die lässige Sommerrunde, den Trip in die City und den kleinen Auflug mit Spaziergang sind knöchelhohe Stiefel gedacht. Sie bieten zwar keinen Schutz für Schien- und Wadenbein, aber mehr Sicherheit als Turnschuhe & Co. Ihr Plus ist der Tragekomfort; man zieht sie einfach gern an– besonders, wenn sie mit einer Klimamembran ausgestattet sind.

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Foto: mps-Fotostudio

Sportstiefel
Wer gern zügig fährt und auch auf der Rennstrecke ein paar Runden dreht, braucht stabile Stiefel,  die zum Beispiel eine Highspeed-Rutschpartie durchs Kiesbett wegstecken können. Häufig sind sie mit austauschbaren Schleif-Elementen bestückt und werden mit einem Ratschenverschluss gut fixiert. Für Beweglichkeit sorgen Kunststoff-Gelenke und flexible Werkstoffe, für Komfort und Pflegemöglichkeit ein herausnehmbarer Innenschuh.

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Tourenstiefel
Die Alleskönner, die zu einer einer Textilkombi mit Klimamembran passen wie Himbeersoße zu Vanillepudding. Ob schottischer Landregen oder serbische Sommerhitze: Dieses Genre ist für alle Eventualitäten gerüstet, bietet einen guten Mittelweg zwischen Tragekomfort und Sicherheit. Wer mit irgendetwas anderem am Fuß zur großen Urlaubstour aufbricht, ist selbst schuld.

Foto: Archiv

Cruiserstiefel
Sie sehen in erster Linie lässig aus, ob mit oder ohne Fransen, aus Nappa-, Wild- oder imitiertem Krokodilleder, und haben eine stabile Sohle, um mit der an Cruisern häufig verwendeten Schaltwippe die Gänge einzulegen. Sicherheitsfeatures, Wetterschutz, aufwendige Verschlüsse und häufig sogar eine Schaltverstärkung auf dem linken Spann stellen eher die Ausnahme als die Regel dar. Besonders bequem zum Laufen sind Cruiserstiefel oft auch nicht. Wer schön sein will, muss eben leiden.

Foto: Werk
Hightech für den Dreck: Der Motocross-Stiefel Tech 10 besteht aus 102 Einzelteilen.
Hightech für den Dreck: Der Motocross-Stiefel Tech 10 besteht aus 102 Einzelteilen.

Crossstiefel
Wenn auf der Motocross-Strecke der Startschuss fällt, Motorräder dicht an dicht auf die erste Kurve zupreschen und die Fahrer das kurveninnere Bein ausstellen, brauchen sie ganz besondere Spezialisten am Fuß: Crossstiefel sind schlagfest, sicher gegen Verdrehen, bestens fixiert – dafür auch unglaublich schwer, steif und unbequem. Nix für den Alltag.

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Endurostiefel
Wer bei seinen Touren auch gern mal von asphaltierten Straßen abweicht und sich durchs Unterholz drückt, braucht etwas stabileres Schuhwerk als reine Tourenstiefel. Die Enduro-Fraktion bietet mehr Schlagfestigkeit gegen fliegenden Schotter und peitschendes Unterholz. Die Kehrseite: schwerer und weniger komfortabel zu tragen.

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