Superbike-WM in Phillip Island/AUS Suzuki ist auf der Siegerstraße zurück

Ein sensationeller Sieg des Iren Eugene Laverty eröffnete die eni FIM Superbike-Weltmeisterschaft auf Phillip Island. In seinem ersten Rennen für Suzuki führte er die japanische Marke nach dem letzten großen Erfolg in Kyalami 2010 auf die Siegerstraße zurück. Den zweiten Lauf des Tages gewann Sylvain Guintoli auf der Werks-Aprilia RSV 4 Factory.

Foto: Dorna

Zwei Rennen, vier Siegerehrungen. Im Übergangsjahr 2014 fahren Superbikes und die günstigeren Evo-Bikes gemeinsam, werden aber getrennt gewertet. Erst 2015, wenn die Serie aus Spargründen nur noch mit Evo-Motorrädern ausgetragen wird, herrschen wieder klare Verhältnisse. Mit David Salom und Niccolò Canepa schafften es allerdings auch jetzt schon zwei Evo-Fahrer mit ihren doch etwas langsameren Kawasaki und Ducati ins Finale der Superpole 2 und damit unter die zwölf Schnellsten.

Die erste Tissot-Uhr für die schnellste Runde ging auf der Pole Position an Sylvain Guintoli. Neben ihm reihten sich Davide Giugliano (Ducati) und der von BMW zu Aprilia gewechselte Marco Melandri in der ersten Startreihe auf. Weltmeister Tom Sykes (Kawasaki) tauchte erst in der dritten Reihe auf. Der Brite war auf einer schnellen Runde in der Superpole gestürzt.

Auch im Rennen konnte Sykes nicht viel ausrichten, während Eugene Laverty auf der Suzuki GSX-R 1000 zu einem Triumphzug ansetzte. In der ersten Runde noch Siebter, schaffte er in der 13. von 22 Runden den Anschluss an das zwischenzeitlich enteilte Führungstrio mit Guintoli, Melandri und Giugliano. Zwei Runden später lag er bereits im Windschatten von Guintoli und machte seinem ehemaligen Teamkollegen von Aprilia Druck. Der Ire war nicht mehr zu halten. Nach zwei weiteren Umläufen ging er in Führung und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel auf satte 2,9 Sekunden aus. Es war der 13. Sieg von Laverty in seiner Superbike-Karriere und der der dritte in Folge. Das Jahr 2013 hatte er mit einem Doppelerfolg abgeschlossen, damals noch auf Aprilia. „Das war ein sensationeller Auftakt“, jubelte der 27-jährige überglücklich. „Den ersten Lauf hier gewinnen zu können, hätte ich nicht erwartet.“ Aber auch Guintoli, der seinen neuen Teamkollegen Melandri noch vorbeilassen musste und Dritter wurde, stand die Freude ins Gesicht geschrieben. „Es war ein cooles Rennen, vor einem Monat hätte ich wegen meiner Schulterverletzung nicht einmal gewagt, ans Podium zu denken.“

Salom und Canepa lieferten sich als beste Evo-Fahrer auf den Rängen neun und zehn einen Schlagabtausch, der mit nur sechs Zehntelsekunden Vorsprung zu Gunsten des Spaniers ausging.

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Das zweite Superbike-Rennen wurde abgebrochen: Nach seinem Sieg wurde Eugene Laverty von einem Motorschaden gestoppt

Im zweiten Lauf schien sich das Schauspiel an der Spitze zu wiederholen. Laverty kam als Sechster hinter Melandri, Guintoli, Giugliano, Johnny Rea (Honda) und Loris Baz (Kawasaki) aus der ersten Runde zurück, thronte in der achten aber erneut an der Spitze. Aus einem Alleingang wurde diesmal aber nichts. Dafür kam Titelverteidiger Sykes zum Zug und klemmte sich als Vierter hinter Laverty, Baz und Guintoli. In der 15. Runde wurde das Rennen abgebrochen. Lavertys Suzuki qualmte. Fazit: Motorschaden und Öl auf der Strecke. Der Leader rollte aus. Sieger wurde Guintoli, der damit auch die WM-Führung übernahm. Als Zweiter im Rennen und in der Gesamtwertung ließ sich der erst 21-jährige Baz feiern. Ihm folgte Tom Sykes aufs Podium, der erlöst wirkte, sich aber noch mehr versprochen hatte. „Es war ein schwieriges Wochenende, aber ich hatte das Gefühl, diesen zweiten Lauf gewinnen zu können, wenn er nicht abgebrochen worden wäre.“ Salom gewann wie schon im ersten Lauf in der Evo-Bike-Wertung, diesmal mit einer reichlichen Sekunde Vorsprung vor Canepa.

Von den drei Superbike-WM-Markenneulingen MV Agusta, Buell und Bimota war auf Philipp Island nicht viel zu sehen. Claudio Corti brachte mit dem 13. Platz im zweiten Lauf auf der MV Agusta das beste Ergebnis zustande. Aaron Yates bildete auf der Buell in beiden Läufen das Schlusslicht. Bimota tritt erst bei den Europa-Rennen an.

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