Die SUPERBIKE*IDM gastierte bei der 17. German Speedweek Marvin Fritz an der Spitze der Supersport 600-Klasse zurück

Mit der Klasse Supersport 600 präsentierte die SUPERBIKE*IDM im Rahmen der 17. German Speedweek am vergangenen Wochenende in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben erstklassigen Motorradrennsport. Zudem wurde die Rückkehr der Moto3-Klasse für 2015 bekanntgegeben.

Foto: SUPERBIKE*IDM

Yamaha-Fahrer Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox) aus Gundelsheim eroberte in der Magdeburger Börde die Führung in der Gesamtwertung im Kopf-an-Kopf-Duell mit dem Schweizer Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance) zurück. Stamm war mit einem Punktevorsprung von vier Zählern nach Oschersleben gereist, wo sich der Titelkampf vor dem Finale vom 19. bis 22. Hockenheim noch einmal zuspitzte. Denn nun trennt die Favoriten nur noch ein einziger Punkt – und jetzt ist Fritz wieder im Vorteil. Der 21-jährige Rennfahrer aus Baden-Württemberg presste sich im Rennen von Oschersleben zügig an Gastfahrer Florian Alt (Freudenberg Racing Team) aus der Spanischen Moto2-Meisterschaft vorbei, womit er die Führung übernahm.

Stamm musste dafür wesentlich mehr Zeit investieren, denn er wurde von Alt in einen Zweikampf mit Positionswechseln verstrickt.  Als der Schweizer endgültig vorbeikam, war der Zug nach ganz vorne aber abgefahren. Alt kam als Dritter ins Ziel, erhielt als Gastfahrer aber keine Punkte. Die heimste Pepijn Bijsterbosch (Team Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) ein. Im zweiten Lauf rollte Alt nicht an den Start, um im Titelkampf nicht zum Zünglein an der Waage zu werden. Das Rennen wurde nach der ersten Runde abgebrochen. Der Schweizer Christian van Gunten (Kawasaki), Tatu Lausletho (Suzuki) aus Finnland sowie der deutsche Gastfahrer David Schmidt (Honda) waren gestürzt, mussten medizinisch versorgt werden, erlitten aber keine lebensgefährlichen Verletzungen.

Anzeige

Top-Wochenende für Marvin Fritz

Das Rennen wurde nicht mehr neu gestartet. Marvin Fritz: „Bis auf den Unfall im zweiten Lauf war es ein Top-Wochenende für mich. Im Gegensatz zu vielen anderen Fahrern bin ich erst am Donnerstag angereist und habe damit ein freies Training ausgelassen. Ich habe mich aber trotzdem nicht unter Druck setzen lassen und mir keinen Stress gemacht. Ab dem zweiten Qualifying lief es bei mir auch richtig gut und im Rennen bin ich noch bessere Zeiten als im Training gefahren. Meine Crew hat mir auf der Boxentafel gezeigt, dass mein Vorsprung zu Roman Stamm immer größer wird, aber ich bin deswegen nicht langsamer gefahren. Ich hätte sogar noch ein höheres Tempo anschlagen können.“

In Hockenheim findet im September der große Showdown aller SUPERBIKE*IDM-Klasse statt. Zuvor wird die Klasse Superbike/Superstock 1000 ihren großen Auftritt im Rahmen der DTM vom 12. bis 14. September auf dem Lausitzring haben. Erstmals trifft Deutschlands höchste Straßenrennsportklasse in einem Event auf Vierräder.

Anzeige
Foto: SUPERBIKE*IDM

Moto3-Klasse kehrt 2015 zurück

Die kleinste Klasse kommt zurück. SUPERBIKE*IDM Promoter MotorEvents, der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) und der ADAC machen gemeinsame Sache. Sie holen die Moto3 wieder auf den Plan. Koordinator wird die deutsche Rennsport-Ikone Ralph Bohnhorst, ehemaliger Seitenwagen-Europameister und jetzt Chef der Racing Academy in der Motorsport Arena Oschersleben. Sie wird sich in zwei Kategorien aufteilen: Moto3 GP und Moto3 Standard. Erstere fahren nach Grand-Prix-Reglement, die anderen auf einheitlichen Honda NSF250-Motorrädern. In beiden wird um den deutschen Meistertitel gefahren. „Wenn wir den Talenten den Weg an die Spitze im Straßenrennsport ebnen wollen, ist eine funktionierende Moto3 Klasse unverzichtbar“, sagt DMSB-Präsident Hans- Joachim Stuck zur neuen Moto3.

ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk ergänzt: „Aufstrebende, talentierte Fahrer benötigen eine angemessene Kategorie, in der sie ihre Fahrfähigkeiten, ihr Wissen und Geschick weiter ausbauen können, um eines Tages dort anzukommen, wonach jeder Motorradrennfahrer strebt: der Weltmeisterschaft.“ Das Projekt erhält auch Unterstützung durch die Dorna Sports S.L., dem Vermarkter der MotoGP™ und der Eni World Superbike, dessen Chef Carmelo Ezpeleta sagt: „Zusammen mit HRC denken wir darüber nach, drei oder vier Fahrer dieser Moto3 Serie zu fördern.“ Die neue Moto3-Klasse hat den Anschub nötig. Nach dem Wechsel von der 125 ccm-Klasse auf die 250er-Viertakt-Motorräder musste die Klasse 2014 in der SUPERBIKE*IDM wegen zu geringem Teilnehmerzuspruch und zu hohen Kosten aus dem Plan gestrichen werden.

Acht Saisonveranstaltungen mit einem Rennen

Laut des neuen Konzepts bietet der DMSB die Standardbike für zehn Teilnehmer für 17.850 Euro, inklusive 1.190 Euro Ersatzteilkit, an. Laut Reglement dürfen an ihnen nur verschiedene Hebel, Fußrasten, Verkleidung, Felgen, Übersetzung und Bremsbeläge, beziehungsweise Bremsscheiben, verändert werden. Auch alle anderen originalen NSF 250 sind in der Moto3-Standard-Klasse zugelassen. Die Reifenmarke ist den Teilnehmern freigestellt. Allerdings dürfen pro Rennwochenende (beide Zeittrainings und Rennen) lediglich fünf Reifen verwendet werden. Die erfolgreichsten Fahrer können aus einem Preisgeldtopf schöpfen. Honda schüttet knapp 15.000 Euro aus. 

Um das Paket attraktiv zu gestalten, erlässt SUPERBIKE*IDM-Promoter Motor Events den permanent eingeschriebenen Teilnehmern 50 Prozent der Nenn- und Einschreibegebühr incl. Auftakttraining, die somit auf 2.753,00 Euro reduziert ist. Einschreiben können sich interessierte Teenager ab 14 Jahren schon ab dem 1. September 2014, ab 16 Jahre auch mit einer B-Lizenz. Für die Wertung mit den Motorrädern in der GP-Wertung ist eine A-Lizenz erforderlich. Die SUPERBIKE*IDM plant die neue Moto3-Klasse für 2015 bei acht Saisonveranstaltungen mit einem Rennen ein.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote