SUPERBIKE*IDM Lausitzring 2014 IDM meets DTM

Theoretisch wäre die SUPERBIKE*IDM mit den Klassen Superbike und Superstock 1000 ins Rahmenprogramm der DTM-Veranstaltung integriert gewesen. Tatsächlich wurde sie am Trainingssamstag aber zum Hauptakteur auf dem verregneten und mit Nebelschwaden verhangenen Lausitzring.

Foto: IDM

Mit einem fulminanten Doppelsieg von Markus Reiterberger (VanZon-Remeha-BMW) vor 58.000 Zuschauern endete für die SUPERBIKE*IDM der Auftritt im Rahmenprogramm der DTM. Nach über 20 Jahren waren in Deutschland erstmals wieder Motorräder und Autos in einer gemeinsamen Rennveranstaltung am Start. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

Markus Reiterberger ist nach Damian Cudlin (Weber-Diener Racing Team, Kawasaki) der zweite Mann des Jahres, dem es gelang, die Ducati-Armada zu schlagen. Auf dem Lausitzring fuhr der Titelverteidiger im Rahmenprogramm der DTM zu einem grandiosen Doppelsieg. Im ersten Lauf hätte er noch vom aktuellen Titelfavoriten Xavi Forés (3C-Racing Team) auf der Ducati 1199 Panigale R abgefangen werden können, doch der Spanier blieb in einem Pulk überrundeter Fahrer stecken, an dem Reiterberger in einem Zug vorbeigeflogen war. Im zweiten Lauf verlor die Ducati-Mannschaft mit Forés und Max Neukirchner den Reifenpoker. Es war das erste Mal in der Saison, dass Ducati an einem Rennwochenende ohne Sieg blieb, auch wenn der Titel in jedem Fall an einen Fahrer der Marke gehen wird.

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"Ich habe mich im Regen richtig wohl gefühlt"

Markus Reiterberger: „Endlich habe ich es geschafft, die Ducati-Jungs zu besiegen. Ich war schon so oft dran, aber es hat vorher nie geklappt. Heute habe ich mich sogar im Regen richtig wohlgefühlt und den habe ich sonst nie gemocht. Es war zwar ganz schön glatt auf der Strecke beim Beschleunigen und ich bin immer am Limit gefahren, doch nie so, dass ich in Sturzgefahr war."

Lucy Glöckner (Wilbers-BMW-Racing-Team) war die große Gewinnerin des ersten Laufes in der Kategorie Superstock, die in die Superbike-Klasse integriert ist, aber separat gewertet wird. Auch im zweiten Lauf sorgte die 24-jährige gebürtige Sächsin auf der HP4 für die Show, als sie sich mit ihrem seriennahen Motorrad rundenlang unter die Top 5 der Superbiker mischte, ehe sie ins Abseits stürzte. Glöckner richtete die BMW zwar in Windeseile wieder auf und kehrte ins Geschehen zurück, doch der kurzfristige Bodenkontakt warf sie auf den 12. Platz im gesamten Feld zurück und auf den fünften Rang in der separaten gewerteten Superstock 1000-Kategorie. Dafür siegte Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer), nachdem er im ersten Lauf Zweiter geworden war. Titelfavorit Marco Nekvasil (Interwetten Racing by Fritze Tuning) kam in der Lausitz dagegen nur mühsam in die Gänge. Sein Vorsprung in der Meisterschafts-Gesamtwertung ist vor dem Finale am kommenden Wochenende in Hockenheim beträchtlich geschrumpft.

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Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden

Der Auftritt der SUPERBIKE*IDM im Rahmen der DTM gab der Veranstaltung auf dem Lausitzring eine besondere Würze. Josef Hofmann vom SUPERBIKE*IDM-Promoter MotorEvents sagt: „Einer Fortsetzung der Zusammenarbeit sollte nichts im Wege stehen. Auch der DTM-Promoter hat sich uns gegenüber positiv zum Ablauf geäußert. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen, oder auch vielleicht auch gerade deshalb, hat die SUPERBIKE*IDM den vorwiegend Auto-affinen Zuschauern auf den Tribünen eine tolle Show geboten. Aus Promotersicht gebührt unser Dank aber auch vor allem den Industriepartnern, die sich sehr stark auf der Fan-Meile für den Motorrad-Part der Veranstaltung engagiert haben. Mit Sicherheit haben wir an diesem Wochenende ein paar neue Fans dazugewonnen.“

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