SUPERBIKE*IDM 2014 in Oschersleben Favoriten bauen ihren Vorsprung aus

Klettwitz, 22. Juni 2014. Die prickelnde Mischung aus hochkarätigem Rennsport und internationalem Flair zog am Wochenende bei der SUPERBIKE*IDM in Oschersleben wieder tausende Fans in ihren Bann.

Foto: Wieczorek

In der Klasse Superbike, der Top-Kategorie im deutschen Motorrad-Straßenrennsport stellte der Spanier Xavi Forés (3C-Racing Team) auf einer Ducati Panigale einen neuen Rundenrekord auf.

Xavi Forés erarbeitete sich in beiden Superbike-Rennen schnell einen komfortablen Vorsprung vor der Konkurrenz und unterbot seine zuvor aufgestellten Bestzeiten mehrfach. Der Spanier schraubte den Streckenrekord in der Superbike-Klasse in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben auf 1:25,303 min herunter. Hinter ihm kämpften jeweils sein Teamkollege Max Neukirchner und BMW S 1000 RR-Gegner Markus Reiterberger (VanZon Remeha BMW) um die weiteren Podestplatzierungen. Das Duell endete unentschieden. Im ersten Rennen hatte Neukirchner die Nase vorn, im zweiten Reiterberger. Das Trio Forés, Neukirchner, Reiterberger steht auch in der Meisterschafts-Gesamtwertung an der Spitze.

Matej Smrz (Yamaha Motor Deutschland) stellte seine Ausdauerqualitäten in der etropolis Motorsport Arena zweimal als Vierter unter Beweis, wobei er zuerst einige Gegner besiegen musste, zu denen Damian Cudlin (Kawasaki Weber Diener Racing Team) gehörte. Michael Ranseder (Holzhauer Racing Promotion) war nach dem Ritt auf der Fireblade mit den Plätzen fünf und sechs zufrieden. Nach der totalen Nullrunde im belgischen Zolder vor drei Wochen wirkte der Erfolg wie ein Befreiungsschlag.

Xavi Forés: „Das war ein perfektes Wochenende für mich und ich musste hart arbeiten, ehe ich das richtige Setup für das Motorrad gefunden hatte. Ich bin sehr glücklich über die zwei Siege und auch dankbar für die Elektronik, die uns zur Verfügung steht, die Reifen und natürlich über die Unterstützung durch das ganze Team.“

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Marco Nekvasil vor Lucy Glöckner

Mit zwei weiteren Siegen in der SUPERBKE*IDM rückte Marco Nekvasil (Interwetten Racing by Fritze Tuning) dem Unternehmen Titelgewinn in der Superstock 1000-Klasse schon wieder ein Stück näher. Im ersten Lauf glückte ihm vom Start bis zur Zieldurchfahrt jede Runde. Im zweiten Rennen schien Lucy Glöckner (Wilbers BMW Racing Team) den Herren in der Superstock 1000-Kategorie davonfahren zu wollen. Das hatte sie schon vor drei Wochen in Zolder getan – als erste Frau mit zwei Siegen in der Internationalen Deutschen Meisterschaft, doch in der siebten Runde war Nekvasil zur Stelle und überholte sie. Das Siegerpodium nach dem zweiten Lauf sah genauso aus wie nach dem ersten. Ganz oben stand Nekvasil, auf der einen Seite daneben Glöckner, auf der anderen Kawasaki-Pilot Alex Phillis (Weber-Diener Racing Team). Nekvasil führt die Meisterschaftswertung nun mit 136 Punkten vor Glöckner mit 110 Zählern und dem Niederländer Leon Bovee (VanZon Remeha BMW) an.

In der Supersport 600-Klasse triumphierte Yamaha-Fahrer Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing) aus dem baden-württembergischen Gundelheim nach dem gestrigen Sieg erneut, wobei ihm das Glück zur Seite stand. Der Schweizer Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance) hatte das Rennen lange angeführt und Fritz nur für zwei Runden den Vortritt gelassen, ehe er wieder das Zepter übernahm. Drei Runden vor dem geplanten Ende wurde das Rennen wegen einsetzendem Regens vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochen. Stamm führte zu diesem Zeitpunkt vor Fritz und Pepin Bijsterbosch aus den Niederlanden, Stefan Kerschbaumer aus Österreich und Tatu Lausletho aus Finnland. Weil aber die vorherige Runde in die Wertung kam, wurde Fritz zum Sieger erklärt. Er hatte in besagtem Umlauf noch vor Stamm und Yamaha-Fahrer Kerschbaumer gelegen.

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Sidecar-Titelverteidiger schieden aus

Für Kurt Hock und Beifahrer Enrico Becker (LCR Suzuki) endete das SUPERBIKE*DM Wochenende in Oschersleben mit dem zweiten Sieg in der Sidecar-Klasse, während die Titelverteidiger André Kretzer/Jens Lehnertz den Sonntag lieber vergessen wollten, denn sie schieden vorzeitig aus und rollten in die Box, als sich ein Motorschaden anbahnte. Die deutsch österreichische Kombination Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki) erbte damit den zweiten Platz. Dritter wurde das Gästepaar Bennie Streuer/Geert Koerts aus den Niederlanden.

Fans konnten ihre Idole von der Rennstrecke wieder hautnah beim Pitwalk in der Mittagspause treffen. Die Fahrer erfüllten jede Menge Autogrammwünsche. Besucher, denen Fortuna hold war, durften als Mitfahrer auf einem Solo-Motorrad oder im Sidecar-Gespann eine unvergessliche Runde auf der Rennstrecke erleben.

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