SUPERBIKE*IDM in Zolder/B (31. Mai und 1. Juni 2014) Ducati unter Druck

Vom 30. Mai bis 2. Juni 2014 gastiert die SUPERBIKE*IDM im belgischen Zolder. Titelverteidiger Markus Reiterberger hatte im Vorfeld die schnellsten Zeiten; Damian Cudlin gibt sein Comeback in der SUPERBIKE*IDM.

Foto: SUPERBIKE*IDM

Am 31. Mai und 1. Juni 2014 heißt es "Ring frei" für den zweiten Saisonlauf der SUPERBIKE*IDM, der im belgischen Zolder ausgetragen wird. Kann Titelverteidiger Markus Reiterberger auf der BMW die bisher überlegene Ducati-Konkurrenz in der Superbike-Klasse schlagen? Der Bayer hat im Vorfeld der Rennen bereits wie einige seiner Gegner auf der Strecke trainiert und war auf der Zeitenliste der Schnellste von ihnen in der Top-Klasse des deutschen Motorradstraßen-Rennsports.

Der Zolder-Circuit ist eine Reise wert. Der Kurs ist 4,011 Kilometer lang, hat zehn Kurven und gehört zu den technisch anspruchsvollen Strecken der Welt. Berühmt ist der Sakramente-Hügel: Bei hohen Geschwindigkeiten heben reihenweise die Vorderräder ab!

Der Spanier Xavi Forés (3C-Racing Team) reist als Meisterschaftsführender der Superbike-Klasse nach Zolder. Zehn Punkte Vorsprung trennen ihn in der Gesamtwertung von seinem Teamkollegen und Ex-Superbike-WM-Piloten Max Neukirchner. Der Sachse hat wiederum acht Zähler mehr als der Dritte Markus Reiterberger (VanZon Remeha BMW) auf dem Konto. Die Krux an der Geschichte: Das Blatt könnte sich schnell wenden, denn Reiterberger ist mit dem Kurs bestens vertraut, während die Ducati-Panigale-Treiber hier erst ein kurzes Trainings-Intermezzo hatten.

Sechs Marken sind in der Superbike-Kategorie vertreten, in deren Feld die seriennahe und deshalb auch getrennt gewertetete  Superstock 1000-Klasse integriert ist: BMW, Ducati, Honda, Kawasaki, Suzuki, Yamaha. In Zolder gibt ein prominenter Fahrer auf einer Kawasaki sein IDM-Comeback. Der Australier Damian Cudlin wurde vom Weber-Diener-Team für drei Veranstaltungen verpflichtet.

Die Speerspitze von Honda heißt dagegen Michael Ranseder und kommt aus Österreich. Yamahas Aushängeschild ist der schnelle Tscheche Matej Smrz. Bei Suzuki hätte eigentlich der Franzose Vincent Philippe an den Start rollen sollen, doch sein gebrochener Arm lässt den Einsatz nicht zu. Philippe wird wie schon beim Saisonauftakt in der Lausitz durch seinen Landsmann und Langstrecken-WM-Teamkollegen Erwan Nigon vertreten.

Nicht zu unterschätzen ist in Zolder aber auch Nachwuchsmann Bastien Mackels. Der Belgier gewann in der vergangenen Saison in einem Herzschlag-Finale die Superstock-Klasse und stieg nun zu den Superbikes auf. Der einheimische Mackels kennt den Zolder-Circuit wie seine Westentasche und hat sich für das Wochenende einiges vorgenommen.

Anzeige
Anzeige
Foto: SUPERBIKE*IDM

Weitere Rennklassen: Superstock 600, Sidecars, Yamaha-Cup, IG Königsklasse

In der Klasse Superstock 600 versucht Marvin Fritz (Bayer Bikerbox Racing) seinen Yamaha-Doppelsieg vom Saisonauftakt auf dem Lausitzring zu wiederholen. Dass der Baden-Württemberger vor zwei Wochen bei einem Sondertraining schon mit Bestzeiten in Belgien glänzte, dürfte ein gutes Omen sein.

Ein hochkarätiges und volles Starterfeld verspricht auch die Sidecar-Klasse, allen voran der 2012er Vizeweltmeister Jörg Steinhausen mit seinem Beifahrer Axel Kölsch. Die Beiden gewannen bereits souverän den SUPERBIKE*IDM-Auftakt im LCR-Gespann, das von einem rund 205 PS starken BMW S 1000 RR-Motor angetrieben wird.

Am Start sind auch der traditionsreiche Yamaha R6-Dunlop-Cup sowie die IG Königsklasse. Am Samstag, dem 31. Mai 2014, beginnt die SUPERBIKE*IDM-Veranstaltung um 9:15 Uhr mit dem Training. Um 15:40 Uhr werden die ersten Rennen ausgetragen. Der Sonntag, fängt um 10:05 Uhr mit dem Warm-up für die Klassen Superbike/Superstock 1000, Supersport 600 und Sidecar an. Ab 11:05 Uhr finden Rennen statt.  

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote