Vorschau: 2. IDM*SUPERBIKE-Lauf in Zolder Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft in Belgien

Vom 10. bis 12. Mai 2013 gastiert die IDM*SUPERBIKE für ihre zweite Runde auf der Rennstrecke von Zolder in Belgien.

Foto: IDM*SUPERBIKE

Vom 10. bis 12. Mai geht die SUPERBIKE*IDM 2013 in die zweite Runde. Das Fahrerfeld hat sich gegenüber dem Saisonauftakt auf dem Lausitzring vergrößert. Für die Rennen im belgischen Zolder haben sich in den Klassen Superstock 1000, Supersport, Moto3 und Sidecar einige Gaststarter angemeldet.

Bereits am 2. Mai fand auf der Rennstrecke ein freies Training für die Teilnehmer statt, denn nur wenige von ihnen kannten den Kurs. SUPERBIKE*IDM-Titelverteidiger Erwan Nigon gehörte zu den Ausnahmen. Der Franzose hatte bereits im vergangenen Jahr ein paar Runden absolviert. Der Grund liegt nah. Sein Teamchef Werner Daemen betreibt in Zolder seine Motorsportschool. Der 41-jährige Ex-Rennfahrer sitzt damit direkt am Hebel der Strecke, die nicht ganz unumstritten ist. Im Vorfeld hatten einige Fahrer und Teamchefs Sicherheitsbedenken. Nach dem Testtag hatten sich die Meinungen relativiert. Nur an einer einzigen Stelle, wo es nah an Mauern vorbeigeht, sei die Strecke gewöhnungsbedürftig. Aber von den zahlreich angereisten Top-Teams wurde während des Testtages kein einziger Sturz gemeldet. Stattdessen reisten sie mit passablen Rundenzeiten wieder ab.

In der Superbike-Klasse brachte Markus Reiterberger vom Team Van Zon Remeha BMW mit 1:33,6 min die schnellste Rennrunde zustande. „Ich habe nur knapp den Streckenrekord verfehlt“, berichtete der 19-jährige Bayer. Der Motorradmechaniker-Azubi ist derzeit der am besten platzierte Deutsche im Fahrerfeld. Reiterberger ist nach den Rennen zum Saisonstart Dritter in der Superbike-Gesamtwertung hinter Auftakt-Doppelsieger Damian Cudlin (AUS, RAC Racing BMW) sowie seinem Teamkollegen Erwan Nigon.

Die wie schon im Vorjahr mächtige BMW-Armada wurde bisher nur von Yamaha-Aushängeschild Matej Smrz unterbrochen. Der Titelaspirant aus Tschechien ließ sich beim Zolder-Test genau wie sein R1-Teamkollege Gareth Jones nicht in die Karten schauen. Das Team von Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy rückte ohne Transponder aus und tauchte deshalb nicht in der Zeitenliste auf. Genauso handelte RAC Racing BMW mit Damian Cudlin und Kevin Van Valk. Beobachtungen zufolge sollen Smrz und Cudlin aber mindestens genauso schnell wie Reiterberger gewesen sein.

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Einen neuen Angriff in Zolder startet Honda Holzhauer Racing Promotion, nachdem der als Titelfavorit gehandelte Michael Ranseder zum Saisonauftakt nach zwei Stürzen mit der Fireblade völlig punktelos blieb. Auf Fortschritte hoffen auch HPC Power Suzuki Racing und das HP4-Entwicklungsteam Wilbers-BMW.

Alle ziehen auch am gleichen Strang, wenn es um die Zukunft der neuen SUPERBIKE*IDM mit sämtlichen Soloklassen und der Seitenwagenserie unter der Leitung des neuen Promoters MotorEvents HMP GmbH geht. Teamchef Benny Wilbers: „Ich glaube schon, dass wir die SUPERBIKE*IDM zusammen stärken können. Nach ein paar Startschwierigkeiten im Winter sieht es sehr gut aus.“ Auch Denis Hertrampf, Teamchef von HPC Power Suzuki, äußert sich nur positiv: „Die neuen Organisatoren von Motor Events HMP haben mich bei den letzten Vorbereitungen der Saison sehr unterstützt. Ihr Engagement ist auf jeden Fall größer als das bisherige und ich sehe ein weitaus größeres Potential der Serie als vor einem Jahr.“ Große Hoffnungen setzt auch Sidecar-Auftaktsieger Kurt Hock in das Projekt: „Man will sich auch mehr um unsere Klasse kümmern und sie mit den Soloklassen gleichberechtigt behandeln.“

Videoreportage vom ersten Lauf der IDM*SUPERBIKE am Lausitzring.

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