12. Etappe für Motorräder gestrichen KTM-Teams fahren weiter

Foto: KTM/Peuker
Nach dem Tod von Fabrizio Meoni haben sich die KTM-Werksteams gestern dafür entschieden, die heutige Etappe nach Bamako nicht zu fahren. Die ASO respektierte diesen Wunsch. Sie wird die Motorräder über eine Luftbrücke nach Bamako transportieren. Die 12. Etappe wird damit für die Motorräder gestrichen. Ab Donnerstag werden die Werksfahrer wieder ins Renngeschehen eingreifen.

Damit haben sich die Teams entgegen einer Empfehlung der KTM-Werksleitung entschieden, die gestern nach dem tragischen Tod von Meoni empfohlen hatte, an der Rallye nicht weiter teilzunehmen.

+++ Hintergrund: +++ Auch 2005 war Fabrizio Meoni wieder in Richtung Sieg unterwegs, lieferte sich mit seinem französischen Konkurrenten Cyril Désprés seit Tagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf der elften Etappe von Atar nach Kiffa in Süd-Mauretanien wollte Meoni attackieren, um sich die Gesamtführung wieder zurück zu holen. Möglicherweise hat er diesen Versuch mit dem Leben bezahlt.

Noch ist unklar was genau der Grund für seinen Sturz um 11.15 Uhr (deutsche Zeit) war, fünf Minuten nachdem er vom einzigen Kontroll- und Tankpunkt der Etappe wieder gestartet war. Sicher ist, dass die per Helikopter 20 Minuten später eingetroffenen Notärzte mit ihren Wiederbelebungsversuchen erfolglos waren. Meoni war offenbar sofort tot.

Beim Start an Silvester hatte Fabrizio Meoni angekündigt, dass dies seine letzte Dakar sein würde. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

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