125 cm³-Klasse: Stefan Bradl (Archivversion) Der Beinahe-Sieger

Stefan Bradl holte im zweimal gestarteten 125 cm³-GP von Frankreich den sechsten Platz. Ohne den Regen-Abbruch hätte er womöglich gewonnen.

Schon am Freitag qualifizierte sich Stefan Bradl für die erste Startreihe, wobei er sich mit fünf km/h Vorsprung an die Spitze der Topspeedwertung beamte. Am Samstagmorgen baute er in der ersten Kurve nach der Zielgeraden einen Highspeed-Sturz bei 190 km/h, blieb bis auf Prellungen am rechten Fuß allerdings unverletzt und unbeeindruckt. Das Beste sparte sich der 18-jährige Bayer freilich fürs Rennen auf: In einem dichten Pulk von Fahrern brauste er auf seiner Kiefer-Werks-Aprilia entschlossen nach vorn, führte drei stolze Runden lang und hatte das Geschehen von Rang zwei aus immer noch unter Kontrolle, als das Rennen in der 16. Runde wegen einsetzenden Regens abgebrochen wurde. Beim Neustart über die restlichen fünf Runden war Bradl auf nasser Piste „zu zaghaft“, wie er selber kritisierte, und wurde am Ende Sechster. „Mein Ziel habe ich trotzdem erreicht: Einen GP anzuführen,“ war Bradl mit sich und der Welt zufrieden.

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