125er (Archivversion) Licht und Schatten

Zwei Aprilia-Piloten besetzten nach dem 125er-Rennen
die Podestplätze – aber nicht alle Aprilia funktionieren perfekt.

Sergio Gadea rollte mit einem Motorschaden aus, seine
beiden Aspar-Aprilia-Teamkollegen Hector Faubel und Gabor Talmacsi jedoch fuhren beim ersten 125er-Grand-Prix der Saison 2007 zu
einem überlegenen Doppelsieg. Bei über 17 Sekunden Vorsprung auf den nächsten Verfolger, Derbi-Pilot Lucas Pesek, bestehen wenig Zweifel über das Motorrad, das es in
dieser Saison zu schlagen gilt: die neue Aprilia 125 RSA, die schon Ende der letzten Saison unter Weltmeister Alvaro Bautista ihr Renn-
debüt erlebte und eine Besonder-
heit aufweist. Ihr Drehschieber ist nicht mehr seitlich, sondern hinter dem Zylinder angebracht. Mehr
Geschwindigkeit, mehr Stabilität bei Kurvenfahrt und weniger Vibratio-
nen sind die Tugenden des neuen Renners, der derzeit Gadea und Faubel exklusiv zur Verfügung steht.
KTM-Konstrukteur Harald Bartol, dessen bester Fahrer Tomoyoshi Koyama auf Platz sechs knapp
26 Sekunden einbüßte, konstatierte »Handlungsbedarf« und muss sich ebenso etwas einfallen lassen wie Lucas Schmid, Cheftechniker des
an 17. Stelle platzierten Sandro
Cortese. Die Caffè-Latte-Aprilia des Schwaben erweist sich nämlich als launisch. »Beim IRTA-Test hier hat alles wunderbar funktioniert. Fürs erste freie Training bauten wir dann einen neuen Kolben ein – und zack, ging der Motor plötzlich fest. Im Warm-up heute Morgen passierte das erneut, und zwar brennt der Kolben regelrecht ab. Sandro musste das Rennen dann mit dem zweiten Motorrad fahren, das schon viel
zu viele Kilometer drauf hatte«,
schilderte Schmid die Probleme. fk

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