250er (Archivversion) Aprilia vorn, KTM raus

In der 2007 stark besetzten 250er-Klasse geben zum Saisonstart Aprilia-Piloten den Ton an - bei Herausforderer KTM versagten Personal und Material.

Gleich 14 Piloten fuhren im Training der 250er-Klasse auf der Wüstenpiste in Qatar schneller als der inoffizielle Rundenrekord des Vorjahres, was zum einen mit dem gestiegenen Grip der Rennstrecke, zum anderen aber auch mit der starken Besetzung des Feldes zu tun hatte. Denn die Aufsteiger aus der Achtelliterklasse mischten kräftig mit: So preschte Tom Lüthi vom Start weg in Führung, fuhr nach den ersten Überholmanövern tapfer mit den Stars Jorge Lorenzo, Alex de Angelis und Hector Barberá mit und verlor nur drei Sekunden auf den Sieger. Zu den vier Aprilia an der Spitze hätte sich wohl noch der Trainingsvierte Alvaro Bautista gesellt, doch der übertrieb es in der dritten Runde und ging zu Boden. Dennoch war die Überlegenheit des kleinen venezianischen Werks offenkundig. Andrea Dovizioso kam als bester Honda-Pilot auf Rang fünf ins Ziel und denkt eigentlich schon jetzt an 2008, wenn er endlich in die MotoGP-Klasse wechseln will. Honda hat die Entwicklungskapazitäten im letzten Winter ganz auf die Königsklasse konzentriert, an den Zweitaktern gibt es nur mehr Detailmodifikationen – zu wenig, um sich gegen Aprilia auflehnen zu können.

Erschienen die Honda-Piloten wenigstens auf dem Papier, so erlebte Red-Bull-KTM einen Totalausfall. Erst überzog Hiroshi Aoyama mit seiner Aufholjagd, raspelte neben Bautista ins Kiesbett und schliff sich den kleinen Finger der rechten Hand bis auf den Knochen ab. Teamkollege Mika Kallio fuhr bei seinem 250er-Debüt sattelfest als Siebter mit, bis er zwei Runden vor Schluss an einem gebrochenen Kolbenring scheiterte. Der Deutsche
Dirk Heidolf, der zu Rennmitte seinen neuen Teamkollegen Alex Baldolini niederkämpfte, erbte dadurch noch einen WM-Punkt.

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