5. und 6. Lauf zur Int. Supermoto-DM Heimspiel

Foto: Veranstalter
Brandschnelle Piste, 8000 Zuschauer, perfekte Stimmung - das Supermoto-DM-Meeting in Großenhain, 40 Kilometer nordwestlich von Dresden gelegen, bestätigte auch bei der aktuellen Auflage seinen Ruf als Klassiker der Drifterszene.

Dass die sächsischen Fans bei Laune gehalten wurden, hatte unter anderem einen ganz konkreten Grund: Jürgen Künzel. Der gebürtige Schwabe lebt seit einigen Jahren im nur wenige Kilometer von Großenhain entfernten Reinersdorf und gilt gemeinsam mit KTM-Markenkollege Bernd Hiemer als der Erfolgsgarant in der deutschsprachigen Supermoto-Szene. Seinem Heimrennen drückte der Lokalheld jedenfalls klar seinen Stempel auf und gewann drei von vier Läufen. Nur ein einziges Mal - im ersten Lauf der Prestige Open - musste der 30-Jährige seinem acht Jahre jüngeren Allgäuer Rivalen Hiemer den Vortritt lassen.

Und sonst? In der Prestige Open fehlte der bisherige DM-Leader Marcel Götz wegen einer Terminkollission des Rennens in Großenhain mit einem Lauf zur Schweizer Meisterschaft. Bernd Hiemer fiel im ersten Lauf in Führung liegend mit gerissener Kette aus. Dafür brillierte einmal mehr Jochen Jasinski auf der Husaberg, der mit den Plätzen 3 und 4 seine Titelchancen intakt hielt.

Bei den Prestige-450-Driftern bestätigten der Tscheche Petr Vorlicek (Suzuki) und Michael Herrmann (KTM) ihren Aufwärtstrend, den im Falle Herrmann nur ein Crash am Start zum ersten Lauf einbremsen konnte. Schade: Alex Blößl, letztjähriger 450er-Vizemeister und Shooting-Star der Supermoto-Szene muss den Helm an den Nagel hängen. Irreparable Spätschäden an den Handgelenken, die dem 21-jährigen Bayern als Andenken an seine frühere Motocross-Laufbahn geblieben sind, verhindern künftig jede Art von Motorradrennsport.

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