ADAC-Junior-Cup/ADAC-Minibike-Cup (Archivversion) Reifeprüfung

Die Nachwuchsserien im Straßensport des ADAC haben ihre Meister der Saison 2006 gefunden. Bereits bei der siebten von acht Veranstaltungen zum Mini-Bike-Cup, wo Kids zwischen acht und 14 Jahren auf rund sieben PS starken
50-cm3-Bonsai-Hondas an den Start gehen, machte Markus Reiterberger den Sack zu. Was nicht weiter verwunderlich war, hatte der zwölfjährige Bayer aus Obing in den bis dato gefahrenen 14 Rennläufen – zwei pro Veranstaltung – elf Siege und drei zweite Plätze erreicht. Trotz seiner offensichtlichen Überlegenheit fuchste es ihn, dass er seinen Titelgewinn nicht mit einem Sieg einfahren konnte, weil das entscheidende Rennen nach dem Sturz eines Konkurrenten vorzeitig beendet wurde. »Da hatte ich Manou Grewe gerade überholt«, ärgerte sich Reiterberger, weil die Reihenfolge der vorausgegangenen Zieldurchfahrt gewertet wurde, als er noch hinter Grewe lag. Dessen ungeachtet hat der flotte junge Mann allen Grund, positiv in die Zukunft zu blicken. Denn er ist eines von nur drei deutschen Nachwuchstalenten, die sich für die Teilnahme am Red-Bull-Rookies-Cup 2007 qualifiziert haben und im kommenden Jahr im Rahmen von sieben Motorrad-GP ihre Rennen vor großer Kulisse fahren werden – beste Voraussetzungen für eine große Karriere.
Aus dem ADAC-Junior-Cup, wo sich 13- bis 21-jährige Youngster auf 35 PS starken 125ern messen, wird einer von Reiterbergers nächstjährigen Konkurrenten kommen: Christoph Schönberger. Der 16-Jährige belegte zwar in der Cup-End-
wertung nur Rang zwölf, weil er im ersten
Rennen des Jahres stürzte, sich das Schlüsselbein brach und für zwei Läufe ausfiel, überflügelte aber bei der Red-
Bull-Rookies-Cup-Selektion den jetzt zum ADAC-Junior-Cup-Sieger gekürten Sebastian Kreuziger. Der muss freilich nicht all
zu traurig darüber sein, dass er von der Red-Bull-Jury nicht ausgewählt wurde. Auch darüber nicht, dass er nur drei Cup-Rennen gewann, während sein härtester Konkurrent, Marcel Schrötter, viermal siegreich war. Denn Schrötter war mit einer Disqualifikation und einem Sturz eben nicht so konstant wie Kreuziger, der als einziger Fahrer in allen acht Rennen des Jahres punktete. abs

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