Africa Race: Dakar, was sonst? (Archivversion)

Während sich die „echte“ Rallye Dakar darum bemühte, in Südamerika unbekanntes Terrain zu erobern, machte sich zeitgleich eine kleine Fahrzeugkarawane auf, den Spuren der ursprünglichen Dakar zu folgen: vom französischen Marseille aus über Sete mit der Fähre nach Marokko, weiter durch Mauretanien und im Senegal bis nach – Dakar, wohin sonst? Treibende Kraft hinter dieser Wüstentour nach Art der Altvorderen war Hubert Auriol, selbst ehemaliger Dakar-Sieger und -Renndirektor. Für den 56-Jährigen mit dem Beinahmen „der Afrikaner“ kann das Vermächtnis des Dakar-Gründers Thierry Sabine nur auf dem Schwarzen Kontinent weiterleben. Der Wechsel des Veranstalters ASO nach Süd­amerika war für ihn der Startschuss, Sabines Erbe mit einer eigenen Rallye anzutreten – selbstverständlich in Afrika.

Ein Schnellschuss, deshalb zählte Auriols Gefolgschaft am Ende nur acht Motorräder, elf Autos und vier Trucks. Mit dabei der Deutsche Thomas Schattat auf einer Yamaha WR 450 F, die er für die Dakar 2008 aufgebaut hatte. „Aber die ASO hat meine Bewerbung abgelehnt“, erzählt der 45-Jährige aus Hofheim im Taunus. Als er vom Africa Race erfuhr, sattelte er um – und wurde Dritter.

„Ich fahre fast immer in Afrika Enduro“, sagt Schattat, der 1992, 1996 und 1998 bei der Dakar startete, jedoch bisher nie ins Ziel kam, „da gibt es keinen Ärger wegen eines lauten Auspuffs oder fehlender Blinker wie in Deutschland.“ Die Auriol-Veranstaltung empfiehlt er weiter: „Sie ist anstrengend, aber sehr familiär. Von allem etwas weniger als bei der Dakar, nur nicht beim Spaß.“

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