Alex Hofmann Kolumne (Archivversion)

Als ich die beiden Repsol-Honda im Kiesbett liegen sah, hätte ich fast selbst die Kurve verpasst – ich traute meinen Augen nicht. Hayden war gerade damit beschäftigt, Pedrosa
Steine hinterherzuwerfen. Ich kann seine Wut verstehen. Denn jetzt hat Rossi einen guten Run auf den Titel, und Honda wird aller Voraussicht nach die WM verlieren.
Für uns gab’s dagegen ausnahmsweise mal Sekt statt Selters. Im Training hatten wir noch Riesenprobleme in den Linkskurven, weil Dunlop keine Dual-Compound-Reifen zur Verfügung stellen konnte, und mir fehlten drei, vier Sekunden zur Spitze. Die kühleren Witterungsbedingungen am Sonntag waren für unsere Reifen jedoch ideal. Ich fuhr vom Start weg gute Zeiten und wunderte mich, dass ich Jamie Ellison so gut unter Kontrolle hatte. Dass Randy de Puniet auf seiner Kawasaki vor mir immer größer wurde, hat einen Schub an extremer Motivation aus mir herausgekitzelt. Am Ende fehlten mir vier Hundertstelsekunden. Es war aber auch so ein geiles Rennen, zumal ich vor Loris Capirossi ins Ziel kam. Diesmal war es das Werksteam auf Bridgestone, das Reifenprobleme hatte – ein kleines Signal an alle, die denken, ich hätte aus den drei Rennen auf der Werksmaschine zu wenig gemacht.

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