Allein <br /><br /> gegen KTM (Archivversion)

Während unter den Autos ein packender Markenkampf tobt, dümpelt die Motorrad-Rallyewelt in völliger Monokultur. Zwei
Drittel aller Teilnehmer traten auf KTM an, fast alle mit 660 LC4. Außenseiter hatten kaum eine Chance. Außer David Frétigné. Der französische Enduro-Champion startete auf einer 49 PS
starken Yamaha WR 450 F 2-Trac. Und schaffte es trotz Leistungsdefizits, die österreichischen Werksmaschinen auf drei Etappen zu schlagen. Das Geheimnis: Die Yamaha hat Allrad-Antrieb. Bei mangelnder Hinterradtraktion wird bei ihr mittels Hydraulik und Nabenmotor samt Getriebe das Vorderrad in die Kraftübertragung einbezogen. Bis zu 30 Prozent der Leistung können so nach vorne verlagert werden (siehe MOTORRAD 25/2003). »Speziell zum Stabilisieren und beim Beschleunigen aus Kurven ist die Wirkung enorm«, erklärte Frétigné begeistert und schien selbst überrascht vom Langstreckenpotenzial
der kleinen Maschine. Seine Siege fuhr er vor
allem auf den winkeligen Etappen in Europa ein.

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