Ansaugwege (Archivversion) Fest – oder variabel?

Yamaha hat mit seinem aktuellen Supersportler YZF-R1 ein System im Großserien-Motorradbau eingeführt, das die Länge der Ansaugwege je nach Motordrehzahl und Stellung der Drosselklappen variiert. Lange Ansaugwege verhelfen bei niedrigen und mittleren Drehzahlen zu sattem Drehmoment, während sich Spitzenleistung bei hohen Drehzahlen besser mit kurzen Ansaugwegen erreichen lässt. Rossis Yamaha und die übrigen MotoGP-Maschinen verfügen nicht über derartige Systeme. Die Motoren sind grundsätzlich so ausgelegt, dass sie eine optimale Drehmomentausbeute liefern. Die Spitzenleistung, die unter diesen Voraussetzungen realisierbar ist, reicht locker für
den Renneinsatz. Variable
Ansaugwege würden die Sache nur komplizieren, denn sie müssten natürlich in die übrigen Systeme zur Motorsteuerung integriert werden. Aber: Sollte noch mehr Spitzenleistung als heute nötig werden, sehen wir derartige Technik auch an MotoGP-Motorrädern.

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