Dakar: letzte deutsche Motorradfahrerin Wo ist Patricia?

Foto: privat
Nach der Schicksalsetappe von Montag, auf der sich der Australier Andy Caldecott zu Tode stürzte und Esteve Pujol einen gefährlichen Milzriss zuzog und noch in der Nacht operiert werden musste, herrschte Rätselraten um den Verbleib der letzten Deutschen auf einem Motorrad: Patricia Watson-Miller, vielen Dakar-Fans besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Patricia Schek. Die 40-jährige Tochter des Allgäuer Motorrad-Händlers Herbert Schek (73) war mit ihrer KTM EXC 525 am Samstag so schwer gestürzt, dass sie vorübergehend das Bewusstsein verlor, konnte die Etappe aber noch beenden. Seit Montag schließlich widersprachen sich die Meldungen: Patricia ist ausgeschieden, hieß es auf der Internetseite des Dakar-Veranstalters einerseits, Patricia sei noch im Rennen hieß es an selber Stelle gleichzeitig.

Tatsächlich war die mit ihren beiden Söhnen in England lebende Bankerin am Montag bei Dunkelheit ohne Licht rund 30 Kilometer vor Etappenende liegen geblieben, konnte dann aber spät nachts im Windschatten eines Lkw aus eigener Kraft das Ziel erreichen, wie sie per Satellitentelefon ihrem Vater ins heimische Wangen (Allgäu) meldete. Da das Bordnetz ihrer EXC aber zusammengebrochen war, funktionierte auch der Transponder für die Zeitnahme nicht mehr. Offenbar wurde die zweifache englische Enduromeisterin deswegen von den Dakar-Offiziellen fälschlicherweise zunächst als ausgeschieden gewertet. Tatsache aber ist, dass Startnummer 116 nach wie vor im Rennen ist, laut offizieller Dakar-Internetseite auf Gesamtrang 76.

1988 war Patricia Schek zum ersten Mal auf der Dakar-Rallye gestartet, musste aber aufgeben. 1990 und 1991 war es ihr gelungen, auf vom Vater aufgebauten Schek-BMW die Damenwertung der Rallye zu gewinnen, 1992 wurde Patricia Schek auf Suzuki DR 350 Zweite – hinter der damaligen Privatfahrerin Jutta Kleinschmidt auf einer BMW R 100 GS.

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