Dakar-Rallye Die Sieger stehen fest

Der Sieger der Dakar 2005 heißt Cyril Despres. Wie erwartet ließ sich der Gauloises-KTM-Fahrer, der heute seinen ersten Dakar-Gewinn feiern konnte, auf der letzten, 31 Kilometer langen Etappe den Sieg nicht mehr nehmen. Auch auf den Plätzen zwei und drei hat sich nichts mehr geändert: Marc Coma (KTM Repsol-Red Bull) wurde zweiter, Alfie Cox (Gauloises KTM) dritter.

Gegen die Zeitstrafe, die ihm vorgestern aufgebrummt worden war, wollte Despres nicht protestieren: „Es war gegen Ende der Etappe und ich fuhr durch ein Dorf. Die Straße war breit und es war niemand zu sehen ... Ich muss mit meinen Gedanke woanders gewesen sein.“ Seine Antwort hatte er schließlich am vorletzten Tag der Dakar gegeben, als er durch einen furiosen Etappensieg den alten Vorsprung auf Coma fast wieder hergestellt hatte.

Beim Kampf um den letzten Podestplatz wurde es heute allerdings noch einmal spannend: Der viertplatzierte Spanier Esteve Pujol konnte weiter Boden gut machen und kam im virtuellen Gesamtklassement näher an Cox heran. Am Ende reichte es nicht ganz: 22 Sekunden trennen den Spanier im Endklassement von einem Podestplatz. Bester Nicht-KTM-Fahrer wurde David Fretigne, der mit seiner Yamaha WR 450F 2trac auf dem fünften Platz landetet.

Gemeinsam mit seinem am Dienstag tödlich verunglückten Team-Kollegen Fabrizio Meoni hatte sich Despres vor der Dakar geschworen, zum Andenken an den ebenfalls (bei der Pharaonen-Rallye) umgekommenen Richard Sainct eine Gauloises-KTM aufs Podium in Dakar zu fahren. Jetzt hat er dieses Ziel alleine verwirklichen müssen und können. Schon vor der abschließenden heutigen Etappe hatte er seine gemischten Gefühle angesichts des zum Greifen nahen Sieges bekannt: „Ich möchte nicht traurig sein, aber ich kann auch schlecht glücklich sein.“ Rallye-Fahrer und -Fans müssen jetzt mit Spannung darauf warten, ob die gemischten Gefühle eventuell beim Dakar-Dominator KTM zu einem geänderten Engagement führen.

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