Dakar-Rallye Zum Tod von Fabrizio Meoni

Foto: KTM/Peuker
Fabrizio Meoni galt als einer der diszipliniertesten und am besten vorbereiteten Rallye-Fahrer überhaupt. Wenn andere im Etappenziel abends feierten, lag der 47-Jährige mit Ohrstöpseln in seinem Zelt und studierte das Roadbook für den nächsten Tag. Meoni wusste, dass er Höchstleistungen bringen musste, um vorn dabei zu sein, körperlich und geistig. Er war topfit und er war einer der erfahrensten Dakar-Piloten überhaupt. Zwölf Mal hat der Mann aus der Toskana an der Dakar-Rallye teilgenommen, 2001 und 2002 hat er die Rallye gewonnen.

Auch 2005 war Fabrizio Meoni wieder in Richtung Sieg unterwegs, lieferte sich mit seinem französischen Konkurrenten Cyril Désprés seit Tagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf der heutigen elften Etappe von Atar nach Kiffa in Süd-Mauretanien wollte Meoni attackieren, um sich die Gesamtführung wieder zurück zu holen. Möglicherweise hat er diesen Versuch mit dem Leben bezahlt.

Noch ist unklar was genau der Grund für seinen Sturz um 11.15 Uhr (deutsche Zeit) war, fünf Minuten nachdem er vom einzigen Kontroll- und Tankpunkt der Etappe wieder gestartet war. Sicher ist, dass die per Helikopter 20 Minuten später eingetroffenen Notärzte mit ihren Wiederbelebungsversuchen erfolglos waren. Meoni war offenbar sofort tot.

Beim Start an Silvester hatte Fabrizio Meoni angekündigt, dass dies seine letzte Dakar sein würde. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

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