Dakar-Rallye Griep: Überschlag und blaue Flecken

Foto: Griep
Ein schwerer Sturz, ein Sandsturm, Spritmangel und eine Nacht in der Wüste haben dem 46 Jahre alten ehemaligen MOTORRAD-Redakteur enorm Kraft gekostet, aber der Pforzheimer beißt sich weiter durch. Auf der sechsten Etappe hatte sich Griep überschlagen und musste dann, wie er lakonisch meinte, „ ein bisschen schrauben.“ Bereits vorher war der Batteriehalter seiner KTM abgebrochen und hatte ihn zu einem Zwangsstop in der Wüste gezwungen.

Als das Motorrad wieder lief und Griep, der sich lediglich blaue Flecken geholt hatte, weiterfahren konnte, widerfuhr ihm dasselbe Schicksal wie Dutzenden anderer Fahrer: Ihm ging das Benzin aus, weil die Rallyeleitung pro Fahrer lediglich 20 Liter hatte ausgeben lassen – für diesen Streckenabschnitt viel zu wenig: „ Die haben granatenmäßig Scheiße gebaut. Viele haben es deswegen nicht ins Ziel geschafft und mussten die Nacht bei Sandsturm und sogar Regen draußen verbringen.“ So auch Griep und der zweite deutsche Fahrer Norman Kronseder (derzeit Gesamtrang 67, Griep auf 83).

Offenbar auf Grund dieser Fehleinschätzung mit der Spritmenge nahm die ASO die gestrige Etappe aus der Wertung. Rund 100 Motorräder sind noch dabei und heute auf die letzte Etappe vor dem Ruhetag am Sonntag gestartet. Sie umfasst 361 Kilometer, wovon die ersten 300 eine schnelle Sandetappe sind, die letzten 60 aber wieder schweres Gelände.

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