Dakar-Vorschau Verbindungs-, Wertungs- und Marathonetappen

Wenn heute ab 10 Uhr die Motorräder in der umgekehrten Reihenfolge ihrer Startnummern in Richtung des südspanischen Granada starten, geht’s zunächst Mal noch um nicht viel, sondern darum, die 920 Kilometer möglichst ohne Frostbeulen zu überstehen. Denn die erste lange Etappe nach dem gestrigen 20-Kilometer-Prolog ist eine so genannte Liason, eine Verbindungsetappe. Auf diesen können die Fahrer fast ohne Zeitdruck unterwegs sein, Energie und Material schonen. Es geht dabei lediglich darum, innerhalb einer bestimmten Zeit im Ziel anzukommen. Wer das vorgegebene Zeitfenster etwa aufgrund einer Panne nicht einhält, bekommt dafür allerdings Strafzeiten aufgebrummt.
Ab 2. Januar haben die Fahrer täglich auch Wertungsetappen zu absolvieren, auf denen es um jede Zehntelsekunde geht. Lediglich in Ortschaften gilt ein per Radar überprüftes, strenges Tempolimit von 50 km/h. Die mit 660 Kilometern längste dieser Wertungsetappen führt am 6. Januar in Mauretanien von Zouerat nach Tichit: erst endlose Dünen, dann Kamelgras, schwierige Navigation. Dies wird gleichzeitig die erste von zwei Marathon-Etappen, auf welchen alle Fahrzeuge sofort nach Ankunft im Ziel in den so genannten Parc fermé gesperrt werden, wo den Fahrern beim Service keinerlei Hilfe von Seiten ihrer Begleitteams zugelassen ist. Ruhetag der Rallye wird am 9. Januar in Atar, Mauretanien, sein.
Wer es von den insgesamt 1400 angetretenen Motorrad-, Auto- und Truck-Fahrern am 16. Januar bis ins Ziel am Strand von Dakar, der Hauptstadt des Senegal, geschafft haben wird, hat bis dahin von den insgesamt knapp 9000 Kilometern 3525 Kilometer Verbindungsetappen und insgesamt 5431 Kilometer Wertungsprüfung hinter sich.

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