Der 23-jährige MotoGP-Fahrer einigt sich mit Kawasaki-Teamchef Harald Eckl (Archivversion) Hofmann bleibt

Alex Hofmann bleibt bei Kawasaki und steigt dort in der nächsten Saison vom Testfahrer zum Werkspiloten auf. Das Angebot des spanischen Teambesitzers Luis d’Antin, im nächsten Jahr Teamkollege von Neil Hodgson in einem neuen Ducati-Satellitenteam zu werden, schlug der Bochumer kurzfristig aus. »Damit hat er eine goldene Möglichkeit verspielt«, wunderte sich d’Antin nach der unerwarteten kalten Dusche. »Die Versuchung, dieses Angebot anzunehmen, war groß. Doch ich bin erst 23, kann mindestens zehn Jahre MotoGP fahren und muss weiter denken als nur bis zum nächsten Jahr«, kommentierte Hofmann seinen Rückzieher. Während er sich auf einer Kawasaki ohne Erfolgsdruck in Ruhe fahrerisch weiterentwickeln kann, hätte er mit einem Ducati-Vertrag als neuer deutscher Superstar im Rampenlicht gestanden – und das ohne die Gewissheit, als Fahrer eines Satellitenteams auch tatsächlich erstklassiges Material zur Verfügung zu haben. Auch die Finanzierung des Projekts, das allein fünf Millionen Dollar pro Saison an Ducati-Leasinggebühren verschlungen hätte, war noch nicht gesichert. Im Übrigen besteht berechtigte Hoffnung auf konkurrenzfähigeres Material in der nächsten Saison. »Das Potenzial ist auf jeden Fall da, das Paket wird stärker. Entscheidend ist, dass man auch bei Kawasaki in Japan begriffen hat, dass es sich nicht lohnt, so viel Geld zu investieren und dafür keine Show zu liefern«, hofft Hofmann. Falls Kawasaki weiter hinterher fährt, kann Hofmann Ende 2004 immer noch abspringen: Die neue Vereinbarung ist auf ein Jahr begrenzt.

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