Die Zukunft der Rallye Dakar Argentinien oder Ungarn?

Foto: ASO
+++ UPDATE: Neue Infos zur Ersatzveranstaltung +++ Angeblich ist es so gut wie fix: Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten, wird die Rallye Dakar 2009 in Argentinien starten. Nach der Absage wegen Terrordrohungen und auch den damit verbundenen Versicherungsproblemen in diesem Jahr wollen die Veranstalter – so heißt es nach den OÖ-Nachrichten in "gut informierten Kreisen" – in Südamerika einen Neustart wagen.

Raphael Sperrer vom Team Austria 1 wird als Kronzeuge aufgerufen: Am 4. Februar will seinen Informationen zufolge die ASO die Entscheidung auf ihrer Homepage bekannt geben. Aus seiner Sicht ist die Entscheidung vernünftig: "Afrika ist emotionell und marktpolitisch nicht mehr möglich. Kein großer Sponsor oder Werk will sich dort noch einmal die Finger verbrennen. Eine Absage würde immer wieder möglich sein."
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Foto: dppi/Soldano
Das kann man aber auch anders sehen und das Ende einer fast dreißigjährigen Tradition beklagen beziehungsweise den Umstand kritisieren, dass damit Nordafrika als Partner und geeigneter Ort für Sportveranstaltungen gewissermaßen abgeschrieben wird.
Neigt sich damit das Pendel der Dakar-Entscheidung doch in Richtung Südamerika? Dies wurde bisher von Rallye-Experten eher als unwahrscheinlich angesehen, ist die Dakar doch im wesentlichen – nimmt man Veranstalter und das Gros der Teilnehmer als Maßstab - eine europäische Rallye, die sich auf den Weg nach Afrika macht.
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Foto: Archiv
Die ungarische Variante dürfte also noch nicht aus dem Rennen sein: Wie die Budapest Times berichtete, haben die ASO und die ungarische Regierung bereits einen Vorvertrag unterzeichnet, der den Dakar-Start ab 2010 nach Budapest verlegt. Damit ständen die faszinierenden Landschaften Ungarns auch von Rumänien für eine attraktive Streckenführung zur Verfügung. Danach könnte das Rennen zum Beispiel im Osten von Nordafrika weitergehen. Ob zum Beispiel Ägypten, Libyen und Tunesien sicherer sind, darüber kann man zwar streiten, aber zumindest hätte die französische Regierung dort nicht so viel Einfluss.

Also Ungarn oder Argentinien? Falls man bei englischen Buchmachern darauf eine Wette eingehen kann, würde die Redaktion annehmen, dass Argentinien die bessere, weil risikoreichere Quote bietet. Die Details zur Dakar 2009 will die ASO in jedem Fall Ende Februar bekannt geben.

Was auch für Budapest spricht: Laut den deutschen Teilnehmern, die für die Dakar 2008 gemeldet hatten, plant die ASO eine Ersatzveranstaltung noch in diesem Jahr. Quasi als Entschädigung für den ausgefallenen Start, sollen alle angemeldeten Dakar-Teilnehmer eingeladen werden.

Rallye-Fahrer Richard Kaye (www.kaysports.com) hat von der ASO folgende Informationen zur geplanten Veranstaltung bekommen: Gestartet wird am 19. April, Zielankunft 26. April. Los geht es in Budapest, der Zielort soll am Plattensee liegen. Es wird wie bei der Dakar von Camp zu Camp gefahren, bis auf die zwei geplanten Sonderprüfungen. Alle für 2008 angemeldeten Dakar-Piloten können gegen eine Verwaltungsgebühr von 300 Euro an den Start gehen, ansonsten betragen die Startgebühren zwischen 3000 (Motorräder) und 7000 Euro (Trucks).

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