Drosselklappensteuerung (Archivversion) Per Gaszug – oder Drive-by-wire?

Ein Dreh am Gasgriff spannt den Gaszug, der öffnet über eine Mechanik die Drosselklappen, und ab geht die Post. So war das für Motorradfahrer bisher. Seit der Yamaha R6 des Modelljahrs 2006 gibt es sogenannte Drive-by-wire-
Systeme, bei denen der Gasgriff mechanisch von den Drosselklappen abgekoppelt ist, bei Großserienmotorrädern. Das Know-how stammt aus dem MotoGP-Sport. Ducati, Honda, Kawasaki und Yamaha verwenden diese Technik.
Theoretisch könnte der Gasgriff ein rein elektrisches Bauteil sein, ein Potentiometer, wie der Lautstärkeregler eines HiFi-Geräts. Doch die Kunst liegt darin, einerseits die technisch optimale Kontrolle des Motors zu gewährleisten, andererseits dem Fahrer das Gefühl vollständiger Herrschaft über sein Fahrzeug zu geben. Einige der Systeme arbeiten so, dass der Pilot einen Teil des Motors
– etwa die Drosselklappen von zwei der vier Zy-
linder – direkt steuert, während die Elektronik auf Basis seiner Aktionen und in einem Programm vorgegebener Parameter den Rest erledigt. Noch versuchen die Motorradhersteller, ihre Techno-
logie in diesem Bereich so einfach wie möglich zu halten. Aber die Zeiten ändern sich schnell.

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