Endurance-WM-Auftakt 2006: Reportage (Archivversion)

Nach dem Qualifikationstraining für den 24-Stunden-Klassiker in Le Mans schien festzustehen: Alles wie gehabt. GMT-94-Yamaha auf der Pole Position, die beiden Werks-Suzuki auf den Plätzen zwei und vier, dazwischen noch die Austria-Yamaha, dahinter der Rest des Feldes. Doch nach der Hatz rund um die Uhr sah die Welt anders aus. Das Team Protat/Four/Ribalta hatte erstmals seit dem Jahr 2000 wieder eine Honda siegreich über die Runden gebracht –
die Suzuki-Mannschaft Philippe/Kitagawa/La-
grive und die Yamaha-94-Truppe Gimbert/Checa/
McCoy folgten auf den Rängen zwei und drei. Die Geschlagenen hatten ihre Siegchancen auf identische Art und Weise eingebüßt. Im Suzuki-Team fabrizierte Kitagawa einen schweren Sturz, bei Yamaha 94 war es McCoy – derartige Fehler sind auch bei einem 24 Stunden langen Rennen kaum mehr auszubügeln. Ebenso wenig wie größere technische Probleme. Das österreichische Yamaha-Team mit den Fahrern Jerman/Scarnato/
Giabbani musste nach lediglich 85 Runden mit überhitztem Motor aufgeben.
Immerhin 394 Mal kam das Team Power Bike, bei dem IDM-Pilot Jörg Teuchert einen Gastauftritt absolvierte, an Start und Ziel vorbei. Weil sich sein Kollege Alexandre Gibet bei einem Sturz zu schwer verletzte, um weiterfahren zu können, war für Teuchert kurz nach Rennhälfte Feierabend. Erfreulicher war die erneute saubere Leistung des deutschen RMT-21-Teams: Steve Mizera, Raphael Chevre und Holger Steuer erreichten Rang zehn – den Platz hält das Team jetzt auch im WM-Zwischenklassement.

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