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Zugegeben: Protagonisten der Superbike-WM wie die beiden australischen Doppelweltmeister Troy Bayliss und Troy Corser haben ihren 30. Geburtstag bereits vor längerer Zeit gefeiert, ebenso wie Langzeitpublikumsliebling Noriyuki Haga. Und auch MotoGP-Umsteiger wie Max Biaggi oder der neue Ten-Kate-Honda-Pilot Carlos Checa senken den Altersschnitt der Superbiker nicht wesentlich. Auf der anderen Seite haben in letzter Zeit zunehmend junge Fahrer das Potenzial der Superbike-WM als Durchlauferhitzer in Richtung MotoGP erkannt. 2005 wechselte der damals 22-jährige Superbike-Vizeweltmeister Chris Vermeulen aus Australien ins Suzuki-MotoGP-Werksteam, wo er, inzwischen auch GP-Sieger, mit stetig ansteigender Formkurve unterwegs ist. 2008 steigt der 27-jährige James Toseland als Superbike-Weltmeister in Richtung MotoGP auf.
Doch selbst bei der wachsenden Attraktivität der Superbike-WM für jüngere Fahrer – ein 21-jähriger Weltmeister wie MotoGP-Champion Casey Stoner ist weit und breit nicht in Sicht. Dass Superbike-Fahrer im Durchschnitt zwei Jahre älter sind, hat nicht nur mit dem aufgrund deutlich weniger elektronischer Helferlein wesentlich rustikaleren Fahrverhalten ihrer Motorräder zu tun, was mit Sicherheit die reiferen Herren nicht benachteiligt. Durch die auch wegen der ausgefeilten Elektronik eher sanft auftretenden 800er-MotoGP-Maschinen erleben an hohe Kurvengeschwindigkeiten und runden Fahrstil gewohnte Top-250er-Fahrer klar die besseren Aufstiegsszenarien in die Königsklasse, wie etwa die ersten Drei der Viertelliter-Weltmeisterschaft: Jorge Lorenzo, 20, Andrea Dovizioso, 21, und Alex de Angelis, 25, haben sehr gute Chancen, sich im MotoGP zu etablieren. Der Altersschnitt im Vergleich: Superbike-Weltmeisterschaft 27,63 Jahre, MotoGP 25,61 Jahre.

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