Grand Prix Brasilien (Archivversion) Geheimtest in Oschersleben

Kawasaki-Teammanager Harald Eckl ließ ein neues Bike für die MotoGP-WM entwickeln.

Ein neues Motorrad soll Kawasaki bessere Resultate in der MotoGP-WM bringen: Der australische Werkspilot Andrew Pitt ging Anfang September in Oschersleben zu geheimen Testfahrten mit einer radikal modifizierten Kawasaki Ninja ZX-RR auf die Strecke. »Reparaturversuche der jetzigen Maschine bringen uns nicht mehr weiter. Wir brauchen eine Alternative, ein rollendes Versuchslabor”, erkannte Teamchef Harald Eckl. Deutlich kompaktere Dimensionen, eine andere Rahmengeometrie mit niedrigerem Schwerpunkt, eine neu entwickelte Umlenkung für das hintere Federbein zählen zu den technischen Modifikationen.Die mit Impulsen der japanischen Entwicklungsingenieure und den Erfahrungen des Teams auf die Räder gestellte internationale Koproduktion wird bei der Schweizer Firma Suter Racing Technology gefertigt. »Mein Ziel ist es, japanische Hochtechnologie und europäisches Know-how zu verschmelzen und auf diese Weise in der kürzest möglichen Zeit ein schlagkräftiges Motorrad zu entwickeln”, träumt Eckl von Formel-1-ähnlichen Strukturen, bei denen das Werk die Rennmotoren liefert, bei der Konstruktion des Chassis und beim Rennbetrieb aber nur aus der Ferne Regie führt. Erfolg versprechend ist das neue Konzept auf jeden Fall: Bei der Probefahrt schwärmte Pitt bereits von der Handlichkeit und Zielgenauigkeit des Prototyps. Wenn das Kawasaki-Manage-ment grünes Licht gibt, wird das Motorrad im November offiziell eingeweiht.

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