Grand Prix Jerez/E: Abschluss-Training Waldmann nach Trainingsbestzeit voller Zuversicht für das Rennen

Jerez/E (friek) – Der deutsche 250-ccm-Aprilia-Werksfahrer Ralf Waldmann wird beim morgigen vierten Lauf zur Motorrad-Straßen-Weltmeisterschaft in Jerez/Spanien von Startplatz eins das Rennen aufnehmen. Waldmann schaffte es, sich die bei den bisherigen WM-Läufen japanischen Werksfahrer mit einer Rundenzeit von 1'44.025 Minuten in allen Trainingssitzungen vom Hals zu halten. Neben ihm, auf Platz zwei in der ersten Startreihe, wird Shinya Nakano (J/Yamaha, 1'44.488) stehen, die Plätze drei und vier belegen die Honda-Piloten Daijiro Katoh (J, 1'44.709) und Tohru Ukawa (J, 1'44.854). Waldmanns Teamkollege, WM-Neuling Klaus Nöhles, erfüllte mit Platz elf in der dritten Startreihe (1'45.780) einmal mehr die in ihn gesetzten hohen Erwartungen des deutschen Aprilia-Werksteams. Eher enttäuschend dagegen Alex Hofmann (Aprilia), der sich mit einer Zeit von 1'46.685 Minuten nur auf Rang 23 qualifizeieren konnte. Waldmann war glücklich: »Ich konnte mich in allen Trainings verbessern, deshalb bin ich für das Rennen morgen sehr zuversichtlich. Meine Aprilia macht am Start nur dann Probleme, wenn ich nervös bin – aber ich habe die Pole Position, deshalb kann ich ruhig sein und mir einen perfekten Start ausmalen.«

Klaus Nöhles (links), Ralf Waldmann: Die beiden Fahrer des deutschen Aprilia-Werksteams konnten sich im Training zum Jerez-Grand Prix glänzend in Szene setzenFoto: Kirn
Den Gewinn des Halbliter-WM-Titels hat sich für das Jahr 2000 der italienische Yamaha-Werksfahrer Max Biaggi vorgenommen – das ist kein Geheimnis. Im Abschlusstraining von Jerez zeigte er, dass mit ihm durchaus noch zu rechnen ist, trotz des eher mäßigen Starts in die Saison. Biaggi sicherte sich mit einer 1'42.941-Minuten-Runde Startplatz eins des 500er-Rennens, konnte aber seinen jungen Landsmann Valentino Rossi auf der Werks-Honda nur um 51 Tausendstel Sekunden distanzieren – Halbliter-WM-Youngster Rossi findet nach anfänglichen Schwierigkeiten offenbar seinen Rhythmus. Die spanischen Nationalfarben hielt Biaggis Teamkollege Carlos Checa (1'43.180) als Dritter hoch, nicht etwa Weltmeister Alex Crivillé, der seine Werks-Honda nur auf den fünften Platz steuern konnte (1'43.274). Suzuki-Werksfahrer Kenny Roberts aus Amerika komplettiert Startreihe eins (1'43.219).

Die Europa-Saison hat begonnen, und Max Biaggi trumpft nach schwachem WM-Start auf: Pole Position bei den 500ern in JerezFoto: Kirn
Steve Jenkner, Deutschlands bester 125er-Pilot in der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft, plagen noch Probleme mit seinem in Japan bei einem Sturz gebrochenen Mittelfußknochen – in Jerez reichte es mit einer Zeit von 1'50.408 Minuten für Startplatz 18. Reinhard Stolz, der zweite Deutsche im Achtelliter-Feld, wurde im Training 24. (1'51.511). Die Pole Position in dieser Kategorie hält Roberto Locatelli (I/Aprilia, 1'48.260) vor Youichi Ui (J/Derbi, 1'48.593).

Valentino Rossi läuft langsam zu großer Form auf: Wenn er seinen zweiten Trainingsplatz als Halbliter-Neuling im Rennen bestätigen kann, gebührt ihm der Respekt des gesamten Grand Prix-FahrerlagersFoto: KirnUmfassende Bild-Reportage in MOTORRAD 11/2000 (am 12. Mai 2000 am Kiosk). Vollständige Ergebnisse bei Motograndprix.

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