Grand Prix Le Mans/F: Abschlusstraining Waldmann bleibt dran

Le Mans/F (friek) – Der deutsche Aprilia-Werksfahrer Ralf Waldmann überzeugte nach seinem Sieg beim spanischen 250-ccm-Weltmeisterschafts-Lauf in Jerez auch beim Training zum Frankreich-Grand Prix und wird morgen von Startplatz zwei ins Rennen gehen. Waldmann, der eine Rundenzeit von 1'42.225 Minuten erreichte, musste sich lediglich dem japanischen Honda-Werksfahrer Daijiro Katoh geschlagen geben, der freilich eine fast unglaubliche Leistung zeigte und mit einer Zeit von 1'41.635 die 250er-Weltelite gleich um mehr als eine halbe Sekunde abschüttelte – bei seinem ersten Start in Le Mans. Grand-Prix-Neuling Klaus Nöhles, neben Waldmann zweiter Fahrer im deutschen Aprilia-Werksteam, kam mit den wetterbedingt schwierigen Umständen brauchbar zurecht und belegte Platz 15 (1'44.259). Alexander Hofmann (Aprilia), der dritte deutsche Fahrer im Feld, wurde 17. (1'44.357). »Wir hatten nur eineinhalb Trainingssitzungen auf trockener Fahrbahn«, beschrieb Waldmann die Le Mans-Problematik, »aber am Ende haben wir doch eine ganz gute Abstimmung für das Motorrad gefunden. Das wichtigste wird morgen sein, am Start gut dabei zu bleiben.«
Ralf Waldmann hofft auf einen guten Start aus der ersten ReiheFoto: Kirn
Im Abschlusstraining der Halbliter-Kategorie sah es bis kurz vor Schluss danach aus, als könnte Titelaspirant Kenny Roberts (USA) mit seiner Werks-Suzuki die Konkurrenz unter Kontrolle halten. Doch zwei Minuten vor Trainingsende stürzte Roberts und musste machtlos mitansehen, wie er von Platz eins auf Position vier durchgereicht wurde – wenigstens blieb ihm ein Platz in Startreihe eins. »Ein dummer Sturz«, ärgerte sich Roberts, »ich wollte für das Rennen noch einen Reifen mit härterer Gummimischung ausprobieren. Keine Ahnung, warum der weggerutscht ist. Ich war vorsichtig, und der Reifen war auch nicht mehr kalt.« Roberts blieb bis auf einige Prellungen unverletzt. Die Startreihenfolge der 500er: Max Biaggi (I/Yamaha, 1'39.342), Carlos Checa (E/Yamaha, 1'39.396), Alex Barros (BRA/Honda, 1'39.610) und Roberts (USA/Suzuki, 1'39.682).
Pech für Roberts: später Sturz im Abschlusstraing, das er lange dominiert hatte. Kollege Gibernau chauffiert ihn zur BoxFoto: Kirn
Derbi-Pilot Youichi Ui (J) verteidigte mit einer Runde in 1'49.776 Minuten seinen Spitzenplatz bei den 125ern, die Deutschen Steve Jenkner (Honda, 1'51.565) und Reinhard Stolz (Honda, 1'51.800) qualifizierten sich für die Startplätze 14 und 17. Das erste Rennergebnis aus Le Mans gab es ebenfalls schon: Beim BMW-Boxer-Cup siegte der Belgier Stépahne Mertens, die weiteren Podestplätze belegten Ex-Grand Prix-Pilot Guy Bertin und Bertrand Sebileau, Testfahrer der französischen MOTORRAD-Schwester-Publikation Moto Journal. Sebileau wird am kommenden Wochenende in Estoril/P beim zweiten Lauf zur Motorrad-Langstrecken-Weltmeisterschaft für das MOTORRAD Action Team starten. MOTORRAD online berichtet kontinuierlich unter www.endurance.de

Siegesfeier nach dem BMW-Boxer-Cup: Bertrand Sebileau, Stéphane Mertens, Gastfahrer Randy Mamola und Guy Bertin (von links)Foto: KirnUmfassende Bild-Reportage vom Le Mans-GP in MOTORRAD 12/2000 (am 26. Mai 2000 am Kiosk). Vollständige Ergebnisse bei Motograndprix.

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