Grand Prix Südafrika (Archivversion)

KTM-Konstrukteur Harald Bartol testete in Welkom eine ge-
heime Neuentwicklung: Eine seiner 125-cm3-Werksmaschinen konnte in der Box von Vergaserbetrieb auf ein brandneues Einspritzsystem umgeschaltet werden. Weil dem Motor bei einer elektronischen Benzineinspritzung unter allen Bedingungen eine präzise dosierte Menge an Kraftstoff zugeführt wird, können Kolbenklemmer bei zugedrehtem Gasgriff vermieden werden, ohne das System insgesamt fett abstimmen zu müssen. Der Motor setzt im Gegenteil weich ein, dreht sauber hoch und produziert sogar noch mehr PS als die Vergaservariante. Durch das elektronische Management der Einspritzung kann außerdem die Drehmomentkurve an den jeweiligen Streckencharakter angepasst werden. »Auf dem Prüfstand funktioniert das System wunderbar. Auch im Fahrbetrieb auf der Rennstrecke gab es hier keine Probleme«, freute sich der Österreicher. »Möglicherweise setzen wir die Einspritzung deshalb schon beim Spanien-Grand-Prix im Rennen ein!“

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