Grand Prix Tschechien (Archivversion)

Steve Jenkner und Thomas Lüthi drückten dem 125er-Rennen ihren Stempel auf, wurden in der Hitze des Gefechts aber schuldlos um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Erst erwischte es Jenkner, der ohne Chance zu irgendeiner Reaktion über die havarierte Aprilia des in diesem Moment zufällig führenden Lucio Cecchinello hinwegschanzte. »Ich hätte mir fast die Hand gebrochen, weil ich so sauer war, dass ich Lucio verprügeln wollte«, gestand Jenkner nach seinem dritten Rennsturz in Serie, der ihn im Titelkampf aussichtslos zurückwarf. Gott sei Dank gelang es dem Italiener, seinen Widersacher noch rechtzeitig zu beschwichtigen: Der Sturz war nicht auf einen von Cecchinellos typischen Leichtsinnsfehlern, sondern auf einen Kolbenklemmer zurückzuführen.Sechs Runden später erwischte es Lüthi im Kampf gegen Pablo Nieto auf gleiche Weise, nur dass die Honda des Schweizers noch höher durch die Luft gewirbelt wurde als Jenkners Aprilia, der Teenager sich den Schambeinast brach und zwei Wochen Bettruhe verordnet bekam. WM-Leader Daniel Pedrosa holte am Ende den Sieg vor Stefano Perugini.

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