Grand-Prix-Veranstalter Dorna verurteilt Steuerhinterziehung im MotoGP

Der Grand-Prix-Veranstalter Dorna ist in Spanien wegen Steuerhinterziehung zu Strafen in Millionenhöhe verurteilt worden. Die Dorna will sich jedoch dagegen wehren.

Foto: MOTORRAD-Archiv

Der oberste Spanische Gerichtshof hat nach eigenen Angaben in Form einer offiziellen Presseinformation in Madrid den Grand-Prix-Veranstalter Dorna als Organisation, deren Chef sowie den Dorna-Finanzvorstand zu hohen Strafen wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

Es geht dabei um finanzielle Transaktionen, die die Dorna in den Jahren 2003 und 2004 getätigt haben soll. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass diese Geschäfte fingiert waren und dem Zweck der Steuerhinterziehung gedient hätten.

Konkret verurteilt wurden Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta zur Zahlung von 3,9 Millionen Euro, der Dorna-Finanzchef Enrique Aldama 2,7 Millionen Euro und die Veranstalter-Organisation selbst 17,2 Millionen Euro. Letztere Summe soll jedoch noch einmal neu berechnet werden, könnte sich demnach reduzieren.

Dem gegenüber hat die Dorna in einem offiziellen Statement mitgeteilt, dass die beanstandeten Transaktionen üblich und auch legal gewesen seien und hat angekündigt, sich gegen das Urteil zu wehren. Wie werde derzeit geprüft. Ob und wie sich das Urteil auf die Grand Prix-Saison 2016 auswirken wird ist noch unklar.

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