Interview mit Giuseppe Luongo (Archivversion)

Der Italiener
Giuseppe Luongo
promotet die Motocross- und seit
drei Jahren auch
die Supermoto-WM – Letztere allerdings mit wechselndem
Erfolg.

Seit der Saison 2002 vermarkten Sie die Supermoto-WM. Wie lautet Ihr Resümee nach drei Jahren?
Wir starteten quasi bei null, hat-
ten keine Erfahrung in diesem Sport,
dafür hohe Ziele. Wir wollten Supermoto auf die großen Rennstrecken bringen. Das
hat nicht funktioniert. Die Anlagen sind
zu teuer, die Distanz zwischen Strecke und Zuschauer zu groß.
Nun sind Sie beim Gegenteil gelandet. Sie tragen die WM teilweise auf Kartpisten aus oder – noch schlimmer – wie hier in Namur rund um die Motocross-Zielgerade. Klaffen Anspruch und Wirklichkeit nicht zu weit auseinander?
Es ist die einzige Lösung. Auch Rennen in den Innenstädten sind sehr
aufwendig zu organisieren. Wir brauchen eine funktionierende Infrastruktur, die wir finanzierbar lediglich auf Kartstrecken vorfinden.
Die Kombination Motocross- und Supermoto-WM wie hier in Namur hat sich aber nicht bewährt, oder?
Die Örtlichkeit war nicht ideal. Doch wir müssen die Erfahrungen erst genauer auswerten.
Generell zum Thema Supermoto: Hat diese Disziplin Ihre Erwartungen erfüllt?
Zum Teil. Dennoch glauben wir noch immer an eine erfolgreiche Zukunft. Schauen Sie, welche Mopeds vor den Schulen stehen. Das sind Roller und Supermoto-Bikes. Das heißt, das Image passt, mit diesem Sport kann man die
junge Generation erreichen. Uns fehlen nur die dazu passenden Fahrer.
Sie spielen auf die vielen Ex-Crosser im WM-Feld an?
Richtig, die alternden Fahrer aus anderen Disziplinen schaden dem Image. Wir brauchen die Generation Supermoto, wie Lecoanet, Lazzarini, Iddon und auch Bernd Hiemer.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote