Jürgen Oelschläger = (Archivversion) farewell für einen der besten

Als vor 18 Monaten Daijiro Kato beim GP von Suzuka tödlich verunglückte, beendete sein Kollege Colin Edwards alle Betroffenheitsdiskussionen mit dem Satz: »Wir wissen, was wir tun. Ich möchte lieber auf der Rennstrecke bei meiner Lieblingsbeschäftigung sterben, als durch einen betrunkenen Autofahrer im Straßenverkehr.« Jetzt Trauer um Jürgen Oelschläger, 34 Jahre alt. Im Fahrerlager herrschte das Gefühl vor, dass es einen der Besten, der Beliebtesten getroffen hat.
1991 hatte der Mann aus Ainring im Yamaha-Cup seine Motorradsport-Karriere begonnen, die er über Stationen in den DM-Klassen 250 cm3 und Supersport zielstrebig fortsetzte, bevor er 2003 seine erste IDM-Superbike-Saison als Fünfter beendete. Anfang diesen Jahres konnte er als Einziger Michael Schulten, dem Überflieger, Paroli bieten. Sein Vorbild war Radprofi Lance Armstrong, der eine tödliche Krankheit überwand. Oelschläger war nicht vergönnt, es ihm gleich zu tun.

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