Kommentar von Ex-WM-Fahrer Jürgen Fuchs (Archivversion) »Ein <br /><br /> enormer Druck&#147;

Der Einstand in der Motorrad-WM ist wie eine kalte Dusche. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
Georg Fröhlich wird verdammt hart gegen wachsende Zweifel ankämpfen müssen. Denn jeder in dem GP-Starterfeld hat schon einmal irgendwelche Meisterschaften dominiert und das Gefühl bekommen, der Beste zu sein. Dann fahren sie dir in der WM erst einmal dermaßen
um die Ohren, dass du wieder ganz am Anfang stehst. Eine enormer Druck!
Talent oder technische Überlegenheit stellen sich in
dieser Phase oft sogar als Falle heraus, weil es den
Fahrer verleitet, darauf zurückzugreifen. Je früher der Fahrer erkennt, dass er für diese Liga sehr, sehr hart
arbeiten muss, umso besser für den Lernprozess. In der WM gibt es bessere Trainingsmöglichkeiten, besseres Material sowie Konkurrenten, denen man etwas abschauen kann. An der Performance von Georg wird man sehen, ob ihn der Druck am Lernen behindern wird.
Das Förderprogramm des ADAC hat den Erfolg durch optimale Betreuung und ein günstiges Gewichtsreglement in der IDM erst einmal etwas süßer schmecken lassen als die Brocken, die Georg Fröhlich jetzt
schlucken muss. Mich hat Jean-Philippe Ruggia bei
meiner WM-Premiere beim Überrunden vom Motorrad geholt – ein Jahr später habe ich ihn besiegt...

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