Kornel Nemeth und Aleksandr Tonkov am schnellsten MX Masters in Reutlingen

Foto: Steve Bauerschmidt/ADAC
Mit zwei Laufsiegen sicherte sich der Ungar Kornel Nemeth (Sarholz Racing) souverän den Tagessieg in der ADAC MX Masters-Klasse. Mit 90 Punkten führt er nun auch die Meisterschaft an. Vor 7000 Zuschauern und bei schwül-heißen 29 Grad verwies er Xavier Boog (Teka Suzuki Europe World MX2) und Florent Richier (Kawasaki Elf Team Pfeil) auf die Plätze zwei und drei.

In der Meisterschaft gehen diese Platzierungen an Marcus Schiffer (Sarholz Racing) mit 66 Zählern und Filip Neugebauer (Kawasaki Elf Team Pfeil) mit 55 Punkten. Lokalmatador und Pole-Setter Marco Dorsch (MX Vogelwaid) schied im ersten Lauf wegen technischer Probleme aus und war im zweiten Durchgang gar nicht mehr Start.

Im ADAC MX Youngster Cup ging der Tagessieg erwartungsgemäß an den Russen Aleksandr Tonkov (Esta Suzuki MTA) vor den Deutschen Dennis Baudrexl (Honda Waldmann) und Angus Heidecke (Pfeil Kawasaki Youngster Team). Die Meisterschaft wird nach wie vor angeführt von dem Dänen Kaspar Lynggaard (KSMotor, 82 Punkte) vor Angus Heidecke (79 Punkte) und Jernej Irt (Zupin-Husqvarna, 72 Punkte).

In beiden Klassen boten die Piloten den Zuschauern einen wahren Motocross-Krimi. In der ADAC MX Masters-Klasse lieferten sich Richier, Marcus Schiffer, Ken Roczen (Teka Suzuki Europe World MX2) und Nemeth einen packenden Vierkampf. Gegen Ende hatte Nemeth die Nase vorn und überquerte als Erster die Ziellinie. Nicht weniger dramatisch war es im zweiten Durchgang. Richier, der zum zweiten Mal den Holeshot gewann, musste Nemeth schon in der zweiten Runde ziehen lassen.

Roczen, der dieses Mal nicht vom Start weg vorne mit dabei war, zeigte eine grandiose Aufholjagd. Ein Sturz und eine Verletzung am Knie aber bedeuteten für ihn das vorzeitige Aus. Ähnlich erging es Schiffer. Er hatte nach seinem Sturz eine ausgerenkte Schulter. Wie schwer die Verletzungen der beiden tatsächlich sind und ob sie länger pausieren müssen, wird sich bei Untersuchungen am Montag zeigen.

Im ADAC MX Youngster Cup war es in beiden Läufen eine klare Sache für den Pole-Setter vom Vortag, den Russen Aleksandr Tonkov. Mit zwei Laufsiegen dominierte er das Feld. Dicht gefolgt von den beiden deutschen Piloten Dennis Baudrexl und Angus Heidecke. Die lieferten sich mit Dennis Ullrich (DMSB KTMKosak MX Junior), Kaspar Lynggaard, Glenn Coldenhoff (Van de Wetering MX Team) und Marvin Knörle (KTM-Kosak Racing) in beiden Läufen spannende
Positionskämpfe.

Runde drei der ADAC MX Masters findet in drei Wochen in Aichwald/ Baden-Württemberg statt. Am 13./ 14. Juni treten alle drei Klassen auf der Rennstrecke "In den Horben“ an.

Die Stimmen der Fahrer:

Kornel Nemeth: 2Die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze haben mir sehr zu schaffen gemacht und ich hatte, wie viele andere Fahrer, Probleme mit der Strecke. Mit meinem Ergebnis bin ich zufrieden. Allerdings finde ich die Ausfälle von Ken Roczen und Marcus Schiffer sehr bedauerlich, auch wenn das für mich ein Vorteil war. Ich möchte mich auch bei meinem Team für die hervorragende Arbeit bedanken, besonders bei meinem ungarischen Freund Zoli, der mein Fahrwerk eingestellt hat, und bei Collin für seine Tipps. Den Titel in der
Meisterschaft möchte ich mir in diesem Jahr aber auf alle Fälle holen. Wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann nie mehr.“

Xavier Boog: "Das war ein insgesamt schwieriges Rennen, es war sehr heiß und die Strecke sehr anspruchsvoll. Im zweiten Lauf hatte ich einen guten Start, habe aber gleich in der ersten Runde einen Fehler gemacht. Trotzdem konnte ich noch auf Rang vier vorfahren. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, das war ein gutes Training für die nächste WM-Runde."

Florent Richier: "Ich laboriere noch immer an meiner Handverletzung, daher bin ich mit dem Tag heute zufrieden. Ich hatte zwei Holeshots, konnte meine Spitzenposition aber nicht behaupten, da ich noch nicht 100-prozentig wieder fit bin. Für die Meisterschaft habe ich mir einen Platz unter den Top-5 vorgenommen."

Aleksandr Tonkov: "Das war ein super Rennen heute. Ich bin zufrieden, ich hatte ein gutes Motorrad und die Strecke lag mir. Allerdings war es viel zu warm. Leider kann ich bei den nächsten Runden in Aichwald und Ried nicht starten. Aber in Tensfeld werde ich definitiv wieder angreifen."

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