Langstreckenrennen 24 Stunden von Oschersleben (Archivversion) Selbsterfahrungsgruppe

Die Faszination eines 24-Stunden-Rennens – auch gestandene Fachzeitschriften-Redakteure können sich ihr kaum entziehen. Deshalb stand in diesem Jahr in Oschersleben ein Team
am Start, das unter der Regie der MOTORRAD-Schwesterpublikation »PS – das Sport-Motorrad Magazin« eingesetzt wurde. PS-Testchef Matthias Schröter, im German Endurance Cup selbst aktiver Langstrecken-Rennfahrer (www.fastboys.de), hat das Fahrertrio zusammengestellt: den Spanier
David Lopez und Yamaha-R1-Cup-Pilot Thomas Meisner, zwei Freunde der Redaktion, sowie Dietmar Franzen, der auch als Motortuner aktiv war. Als Basis für die Rennmaschine wählte Schröter eine ausrangierte YZF-R1 aus dem Yamaha-Deutschland-Testfuhrpark – die gab es zu einem günstigen Preis. Dem Aufwand für Tuning war ebenfalls ein enger finanzieller Rahmen gesteckt, dennoch wollte Schröter auf keine der Maßnahmen verzichten, die er als »Mindestvoraussetzung für ein gutes Ergebnis« bezeichnet. Ein perfektes Resultat wäre ein
Podestplatz in der »Open«-Klasse gewesen, für die das Team wie viele andere deutsche Mannschaften genannt hatte, die nur an diesem einen Endurance-WM-Lauf teilnehmen – der wurde mit Rang vier knapp verpasst.
Dass es trotz eines kleinen Sturzes so weit nach
vorne ging, ist der Optimierung der Schnellwechsel-Vorrichtungen (Schröter: »Räder- und Bremsbelagwechsel in 30 Sekunden«) sowie Dietmar Franzen zu verdanken – der hat dem durstigen R1-Motor derart Manieren beigebracht, dass die Piloten aus dem
24-Liter-Spritfass 75-Minuten-Turns herausholten, während die Konkurrenz alle 55 Minuten zum Tankstopp musste. »Wir gehen, um wieder zu kommen«, sagt Schröter – »nächstes Jahr.“

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