Elektroracer Mavizen TTX02 E-Racer von der Stange

Die Ära der Elektro-Racer ragt bereits hinter dem Horizont hervor. Doch noch tüfteln die Entwickler hinter verschlossenen Türen an teuren Prototypen. Mavizen wagt einen Schritt nach vorne und bietet interessierten Teams für bezahlbares Geld einen fahrfertigen E-Racer an.

Foto: Mavizen
Die Zukunft fährt elektrisch. Darüber werden sich langsam aber sicher auch die Verantwortlichen des Motorradsports klar - und wagen erste Vorstöße in diese neue Ära. So fand im Juni 2009 der erste emissionsfreie Grand Prix statt: der TTXGP auf der Isle of Man. Verantwortlich für diese Veranstaltung war Azhar Hussain. Ein Mann, der sich ausgiebig mit dem Thema Elektro-Racing beschäftigt und Ende letzten Jahres seinen ersten eigenen E-Renner vorstellte: Die Mavizen TTX02.

Das Motorrad basiert auf KTMs RC8, wiegt trocken um die 100 kg und leistet für kurze Zeit maximal 400A, was bei einer Spannung von 90 Volt zirka 36 kW entspricht. Die Dauerleistung liegt bei 250A. Je nach Renneinsatz stehen drei unterschiedlich starke Akkus mit bis zu 11 kWh zur Verfügung. Der Preis des E-Racers liegt bei 25.000 britischen Pfund. Eine ideale Lösung für Teams, die gerne am TTXGP teilnehmen möchten, aber die Kosten scheuen, ein eigenes Bike zu entwickeln.

Zumal Mavizen zusätzlich zur reinen Hardware inzwischen auch einen Service anbietet, der den Transport von Rennen zu Rennen übernimmt.

Darüber hinaus gibt es für technisch interessierte Teams einen viertägigen Lehrgang, in dem den Teilnehmern ein Basis Know-How zum Thema Elektroantrieb vermittelt wird - von der Batterie bis zur Software. Leider gilt dieses Angebot bislang nur in Großbrittanien.

Für Biker, die gerne eine TTX02 auf der öffentlichen Straße bewegen möchten, hat Mavizen eine spezielle Versicherung im Programm, die "Electric Motorcycle Insurance". Ein cleverer Schachzug, bedeuten doch elektrische Motorräder für die meisten Versicherungsunternehmen bislang noch Neuland - und damit großen bürokratischen Aufwand. Ob die Versicherung auch in Deutschland gilt, ist allerdings nicht bekannt.

Nähere Informationen gibt es unter www.mavizen.com.

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