Max und Max (Archivversion)

Der Transfer-Markt der Superbike-WM für die Saison 2007 wird bestimmt von den alten Meistern Max Biaggi und Alex Barros. Von beider Aktionen bleibt der deutsche Nachwuchspilot Max Neukirchner nicht unberührt.

Zwei alte MotoGP-Stars spielen die Hauptrollen im Superbike-WM-Transfer-Karussell 2007. Max Biaggi ist nach seinem unfreiwilligen Pausenjahr ganz offensichtlich wild entschlossen, nicht
weiter Ex-Rennfahrer zu bleiben und sich mit Suzuki wohl schon weitgehend darüber einig, 2007 im
Alstare-Corona-Extra-Suzuki-Team in die Superbike-WM einzusteigen.
Mit Biaggi würde bei dem gelb-blauen Edel-Team
jedoch so etwas wie die Reise nach Jerusalem ein-
setzen. Noch in Assen eine Woche zuvor hatte Team-Mitbesitzerin Patricia Dethor erklärt, es gäbe 2007 vier Suzuki GSX-R 1000 in ihren Farben – zwei Werksmaschinen und zwei Kit-Bikes, wie sie derzeit Max Neukirchner fährt. In der Lausitz relativierte
sich das Ganze. Denn Alstare hätte zwar auch genau vier Fahrer mit Biaggi, Troy Corser, Yukio Kagayama und Neukirchner, von denen aber nur Letzterer
mit dem Alstare-Kit glücklich wäre. »Ich habe den
Japanern erklärt: Wenn ihr Biaggi bringen und
Kagayama behalten wollt, brauchen wir drei Werksmaschinen-Pakete«, schildert Alstare-Patron Francis C. Batta, »doch die Antwort war deutlich: zwei echte Werksfahrer, basta.«
Nun steht mit dem entthronten Weltmeister Corser plötzlich ein Fahrer auf der Kippe, den die Belgier selbst unbedingt behalten wollen. Dritte Werks-GSX-R oder nichts, lautet plötzlich die Frage für Troy. Die bekannt grobschlächtig reagierenden italienischen Presse-Kollegen sehen Corser gar schon die neue 1000er-V4-Aprilia zum Top-Superbike zu entwickeln – eine eher fantasievolle Variante.
Obwohl Max Neukirchner derzeit mit dem Platz in der zweiten Alstare-Reihe absolut zufrieden wäre, steht er ebenfalls noch nicht fest für 2007. »Alle, die in Europa mit Suzukis Superbike-Aktivitäten zu tun
haben, arbeiten mit Volldampf darauf hin, dass alle vier verpflichtet werden können, doch leider steht noch gar nichts fest«, bleibt auch Suzuki-International-Europe-General Bert Poensgen im Orakelbereich.
Biaggis Altstar-Kollege Alex Barros ist wohl schon sehr weit in Verhandlungen mit dem Ducati-
Werksteam. Sein derzeitiger Honda-Teamchef Klaus
Klaffenböck, der ihn gern behalten will, sowie Gerrit ten Kate, der ihn zumindest im Honda-Lager halten möchte, möchten dies aber noch nicht so sehen.

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