Mehr Power für die Saison 2008 (Archivversion)

Ducati desmosedici GP08
Trotz einer schmerzenden Schulter, Andenken an einen schweren Sturz bei den letzten Jerez-Tests 2007, mischte Casey Stoner (Foto) in Sepang beharrlich vorn mit. »Die neue Ducati fühlt sich im unteren Drehzahlbereich kräftiger an, was das Herausbeschleunigen aus lang-samen Kurven erleichtert. Du hast das Motorrad am Ausgang solcher Kurven besser unter Kontrolle, und es schont die Reifen.« Kaum wieder auf heimischem Boden eingetroffen, durfte er dem neuen Premierminister Kevin Rudd die Hand schütteln: Casey wurde zum »Young Australian of the Year« gewählt.


Kawasaki Ninja ZX-RR
Dass der amerikanische Energy-Drink »Monster« Kawasaki-Hauptsponsor wird, ist mittlerweile amtlich. Zusätzliche Power wollen die Grünen aus einer Motorvariante holen, bei der eine regelmäßige Screamer-Zündfolge mit pneumatischem Ventiltrieb kombiniert wird. Der Prototyp dreht viel höher als die bisherigen rund 18500/min und wird laut Teammanager Ichiro Yoda Verbrauchsprobleme bescheren. »Vielleicht bauen wir ja einen roten Katapultknopf ein, mit dem sich John Hopkins (Foto) und Chris Vermeulen die Zusatz-Power nur im Bedarfsfall holen können.«


Suzuki GSV-R
Schnellere Triebwerke, ein neues Fahrwerk, neue Verkleidungen, ein verbessertes elektronisches Motormanagement, dazu intensive Reifen- und Bremsentests: Suzuki ging in Malaysia durch ein Marathonprogramm. Kein Wunder, dass sich Superstar Loris Capirossi (Foto) trotz dem bescheidenen zehnten Platz in seinem neuen Team wohl fühlt. »Ich bin die Suzuki hier erst zum vierten Mal gefahren, trotzdem fühle ich mich bereits als Familienmitglied,« grinste er. »Das Motorrad ist echt gut. Vor allem beim harten Bremsen – mein Zutrauen zu der Maschine wächst und wächst.«


Yamaha YZR-M1
Nicht nur Superstar Valentino Rossi zeigte sich in Sepang mit der neuen Yamaha M1 sehr zufrieden. Junior-Werksfahrer Jorge Lorenzo und Colin Edwards (Foto), auch nach seiner Degradierung vom Werks- ins Tech3-Satelliten-Team als Entwicklungsfahrer offensichtlich immer noch sehr geschätzt, waren auch dank ihrer Michelin-Qualifyer sogar schneller als der Doktor. Die wichtigste gute Nachricht aus dem Yamaha-Lager allerdings ist, dass nach peinlichen Motorschäden Ende 2007 die pneumatische Ventilsteuerung mittlerweile perfekt funktioniert.

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