Michael und die Motorräder (Archivversion)

30. Juni 1995 – Schumi und der Plan B
Michael Schumacher, gerade zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister geworden, wird im Kofferraum seines Managers Willi Weber ins Hockenheimer Fahrerlager eingeschleust – um ihn vor den Fans zu schützen. Plan B wäre eine Anreise auf dem Motorrad gewesen, unter einem Integralhelm mit dunklem Visier verborgen. Den hatte sich Schumachers damaliger Pressesprecher Heiner Buchinger, seines Zeichens Ex-MOTORRAD-Redakteur, vorsorglich bei seinem ehemaligen Kollegen Michael Rohrer ausgeliehen. Buchinger: „Michael hatte damals eine Ducati Monster 900 und war ein ziemlich lausiger Motorradfahrer.“

31. August 2001 – Schumi und der Chopper
Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt wird ein „Michael Schumacher-Bike“ gezeigt – ein knallroter Extrem-Chopper mit 1600-cm3-Harley-Davidson-Motor für schlappe 180000 Mark. 24. Oktober 2005 –
Schumi und die Rennmaschine. In Mugello fährt Michael Schumacher erstmals ein echtes Grand-Prix-Motorrad, die MotoGP-Werks-Ducati Desmosedici. Er kommt in seiner besten Runde bis auf 20 Sekunden an den Streckenrekord heran.

11. November 2005 – Schumi und die Harley
Im MOTORRAD-Interview beteuert Michael Schumacher, inzwischen siebenmaliger Formel-1-Weltmeister: „Ich bin eher ein Harley-Fan. Einen japanischen Supersportler würde ich privat nie fahren.“

3. Juni 2006 – Schumi und Randy
Erneut nimmt Michael Schumacher in Mugello auf einer Ducati-Desmosedici Platz, diesmal unter verschärften Bedingungen als Sozius von Ex-GP-Star Randy Mamola, der dem Gast Wheelies und Stoppies zumutet.

22. Oktober 2006 – Schumi und der Abschied
Um 19.02 Uhr Ortszeit verlässt Schumacher das Formel-1-Fahrerlager von São Paulo. Seine Rennfahrerkarriere in der Formel 1 ist beendet. 23. Oktober 2007 –
Schumi und das Inkognito. Ohne zu wissen, wen er da ablichtet, erwischt ein Fotograf Schumacher mit seiner Triumph Daytona 675 auf dem französischen Circuit de Bresse.

8. November 2007 – Schumi und der Dauertest
Nach dem GP-Finale fährt Michael Schumacher in Valencia erneut die MotoGP-Werks-Ducati, erstmals die mit dem 800-cm3-Motor. Er dreht 58 Runden und ist nur fünf Sekunden langsamer als der neue Weltmeister und Ducati-Werksfahrer Casey Stoner im Rennen tags zuvor.

27. Februar 2008 – Schumi und die Lizenz
Michael Schumacher darf ab sofort bei internationalen Motorradrennen starten. Der DMSB erteilt ihm dafür eine sogenannte I-Lizenz.

20. März 2008 – Schumi und Jens
Michael Schumacher startet bei einem Superbike-Rennen auf dem Pannoniaring in Ungarn, erstmals auf einer Honda Fireblade von Tuner Jens Holzhauer. Der hatte auch das Motorrad vorbereitet, mit dem der Österreicher Martin Bauer bereits 2007 Internationaler Deutscher Meister wurde. Holzhauer wird wichtiger Ansprechpartner, sein Team mit den beiden Fahrern Bauer und Matthias von Hammerstein Schumis Zweirad-Heimat.

24. März 2008 – Schumi und die alten Freunde
BILD meldet, dass Jean Todt, Michael Schumachers ehemaliger Chef im Ferrari-Formel-1-Team, über die Zweiradeskapaden seines Ex-Schützlings nicht begeistert ist: „Das gefällt mir überhaupt nicht, ist ganz schön gefährlich.“ Wenig später zitiert BILD Schumis Manager Willi Weber mit den Worten: „Schumi kann keine zwei Minuten stillsitzen. Der schafft mich.“ Schumi selbst hatte sich derweil mit seiner Triumph Daytona 675 bei zwei Amateurrennen auf der Grand-Prix-Strecke von Montmélo bei Barcelona vergnügt.

28. März 2008 – Schumi und der Helm
Der deutsche Hersteller Schuberth, auch schon zu Formel-1-Zeiten Schumachers Lieferant für Sicherheitskopfbedeckungen, berichtet stolz, dass er gemeinsam mit dem frisch gebackenen Motorradrennfahrer Schumacher einen speziellen Schutzhelm für den Zweiradeinsatz entwickelt.

30. März 2008 – Schumi und die KTM
Auf einer Super Duke 990 startet Michael Schumacher in Misano/Italien bei einem KTM-Markenpokal mit gleichen technischen Voraussetzungen für alle. Er wird Vierter.

3. April 2008 – Schumi und Mugello
Wieder setzt sich Schumacher auf der GP-Piste in der Toskana auf eine MotoGP-Werks-Ducati. Er verliert nur zwei Sekunden auf die Zeiten der Werks-Testfahrer.

5. April 2008 – Schumi und der Ehrgeiz
Bei einem Rennen mit der Daytona 675 auf dem Circuit de Bresse in Frankreich startet Schumacher vom Ende des Felds und räumt bei der Aufholjagd zwei Kollegen ab.

15. April 2008 – Schumi und BILD
Bei Testfahrten mit der Holzhauer-Fireblade auf dem Eurospeedway Lausitz stürzt Schumacher auf einer Ölspur. BILD ist entsetzt, sieht den früheren Schlagzeilenlieferanten in Lebensgefahr. Schumis Stürze werden in der Folge ein Dauerbrenner für das Boulevardblatt.

4. Mai 2008 – Schumi und die Spontanauftritte
Dieses Mal auf der Daytona 675 in Oschersleben bei der 1000-Berge-Trophy.

18. Mai 2008 – Schumi und der Deckname
Als Marcel Niederhausen startet Michael Schumacher bei seinem ersten Wertungslauf zur Inter-nationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Oschersleben. Die Tarnung wird aufgegeben, weil zwecklos.

1. Juni 2008 – Schumi und der Vorderreifen
Beim IDM-Auftritt auf dem Nürburgring rutscht Schumacher erneut aus, wie immer über das Vorderrad, wie immer harmlos.

22. Juni 2008 – Schumi und die Presse
Michael Schumachers IDM-Starts mobilisieren Presse und Schumi-F1-Fans in ungeahntem Ausmaß, auch auf dem Sachsenring. Zeitweilig reichen die Internetzugänge für die Medienvertreter nicht mehr aus.

9. August 2008 – Schumi und das Wetter
Bei der Speedweek in Oschersleben ist Schumi sowohl bei den Nachteinsätzen des Endurance-WM-Laufs als auch bei den IDM-Sessions im Regen wirklich schnell.

7. September 2008 – Schumi und der Bauer-Martin
Beim IDM-Finale in Hockenheim platziert sich Schumacher in beiden Rennen auf Rang 18. Anschließend feiert er mit seinem Teamkollegen Martin Bauer dessen Titelgewinn.

25. September 2008 – Schumi und Honda
Offiziell gibt es keinen Deal mit Honda, auf seiner IDM-Fireblade ist das Honda-Logo abgedeckt. Eine Testfahrt auf der Ten-Kate-Superbike-Werks-Honda lässt Schumacher sich in Magny-Cours aber nicht entgehen.

28. September 2008 – Schumi und der Sieg
Erster Rennerfolg für Schumacher bei einem Motorradrennen, das zu einer offiziellen Meisterschaft zählt: Platz eins bei der Schweizer Meisterschaft in Brünn/Tschechien.

22. Oktober 2008 – Schumi und der Prototyp
Überraschend taucht Michael Schumacher in Albacete auf, wo das BMW-Werksteam sein neues WM-Superbike ausprobiert. Der Ex-Formel-1-Champion darf auch ein paar Runden drehen.

3. November 2008 – Schumi und die Superbike-WM
In Portimão/Portugal hat Schumacher am Tag nach dem Superbike-WM-Finale ein Mammutprogramm. Vormittags testet er die Werks-Yamaha von Troy Corser, nachmittags die Werks-Ducati vom neuen Weltmeister Troy Bayliss, unmittelbar danach gibt er MOTORRAD-Redakteur Michael Rohrer das Exklusiv-Interview, das auf diesen Seiten zu lesen ist.

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