Moto Cross-WM in Teutschenthal/D (Archivversion)

Wenn es auch im Grand-Prix-Geschehen so aussieht, als ob Deutschland sich die nächsten Jahre über beim Motocross irgendwo zwischen Albanien und Senegal einreihen müsste: Bei den Frauen sind wir Spitze – und zwar Weltspitze. Vor allem eine junge deutsche Dame beherrschte in den letzten Jahren die nationale wie internationale Szene: Steffi Laier. Die erfolgsverwöhnte 20-jährige Informatik-Studentin aus dem badischen Dielheim hatte bislang eigentlich keine Konkurrenz. Sie gewann den letztjährigen Weltcup in Schweden, fuhr schon in den USA Rennen und gewann auch dort alles, bestreitet Enduro-Wettkämpfe gegen Männlein und Weiblein und gewinnt – wenn nicht immer, so doch meistens.
Statt bei nur einer Veranstaltung wie im Vorjahr wird der Damen-Weltcup 2006 an zwei Terminen ausgefahren – bei den Motocross-Grand-Prix in Teutschenthal und am 2. Juli in Uddevalla/ Schweden. Außerdem steigerte sich Steffi Laiers Konkurrenz beträchtlich. Besonders Katherine Prumm aus Neuseeland und Livia Lancelot aus Frankreich haben bei professionellen Teams an-
gedockt und den Winter über mächtig trainiert. Steffi Laier gewann zwar den Start im ersten Lauf, war aber zu spät auf der Bremse und klagte über verhärtete Arme. Ähnlich der zweite Lauf.
Die beiden Kolleginnen waren einfach einen Tick schneller, es blieb beim dritten Platz im Rennen wie auch in der Gesamtwertung. Jetzt hofft Steffi Laier auf Revanche in Schweden – um den Cup doch noch zu gewinnen.

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