Moto-GP-News Keine Einheitsreifen/Biaggi vor dem Aus?

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Moto-GP-Organisator Dorna hat seine Meinung geändert: 2008 wird es in der Königsklasse des Straßenrennsports doch keine Einheitsreifen geben. Allerdings stehen dennoch Änderungen an: Derzeit stellen die Hersteller jedem Piloten pro Rennwochenende bis zu 31 Reifen zur Verfügung; diese Zahl soll künftig eingeschränkt werden, genau wie die möglichen Reifentests pro Jahr. Endgültige Entscheidungen zum neuen Reifen-Regelement sollen am 3. November im Rahmen des Grand Prix in Valencia fallen. Gerücht am Rande: Ex-Weltmeister Valentino Rossi wird im nächsten Jahr voraussichtlich statt auf Michelin auf den in dieser Saison siegreichen Bridgestone-Reifen starten.
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Derweil hat sich auch die Situation für Max Biaggi verändert. Der 36-jährige ehemalige 250er-Weltmeister und Dritter der Superbike-WM 2007 wurde mit dem Honda-Satelliten-Team von Fausto Gresini im MotoGP in Verbindung gebracht. Diese Option hat sich zerschlagen, denn Gresini engagierte als zweiten Fahrer neben Alex de Angelis den 30-jährigen Japaner Shinya Nakano. Gresinis bisherigen Fahrer wanderten beide zu Ducati ab: Marco Melandri ersetzt im Werksteam Loris Capirossi, der zu Suzuki geht, und Toni Elias fährt künftig im Ducati-Satellitenteam d’Antin, und zwar neben dem Franzosen Sylvain Guiontoli; für den Deutschen Alex Hofmann ist dort damit definitiv kein Platz mehr. Auch ein Verbleib von Biaggi in der Superbike-WM wird immer unwahrscheinlicher. Von seinem bisherigen Partner Suzuki Alstare hat er sich getrennt, und die Möglichkeit, auf einer Ducati zu starten, scheint sich ebenfalls in Rauch aufgelöst zu haben. Das Ducati-Team GSE, mit dem Biaggi ebenfalls in Verbindung gebracht wurde, will nicht in die Superbike-WM zurückkehren, sondern sich weiterhin auf die englische Superbike-Meisterschaft konzentrieren. Damit scheint der Römer nach 2006 auch in der nächsten Saison ein Sabbatjahr einlegen zu müssen. Ein möglicher Neustart in der Superbike-WM könnte sich für Biaggi aber 2009 ergeben: Dann steigen mit Aprilia, BMW und KTM drei weitere Hersteller in die Rennserie ein.

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