MotoGP: Assen/NL (Archivversion) 100 ...

...Grand-Prix-Siege. Erst als zweiter Fahrer in der 51-jährigen Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft erreichte Dr. h.c. Valentino Rossi diese Marke mit seiner überlegenen Solofahrt beim niederländischen GP in Assen.

Hundert ist nur eine Zahl, doch wenn sie mit einer Foto-Collage des Rossi-Fanclubs auf der Ehrenrunde von Assen Valentino Rossis sämtliche Siege zum Leben erweckt wird, zeigt sich, was hinter trockenen Ziffern steckt, welche Meilensteine Rossi in seiner Karriere gesetzt hat.

Wer nach einem echten Rivalen für Rossi Ausschau hält, muss tiefer in die Geschichte eindringen, in jene Zeiten, in denen die Fahrer noch mit schwarzen Lederkombis und Halbschalenhelmen antraten. Eine der ewigen Legenden heißt Mike Hailwood, der zwischen 1958 und 1968 76 GP-Siege aufhäufte, dabei viermal hintereinander für MV Agusta den 500er-Titel holte.

Als größter Star aller Zeiten freilich gilt Giacomo Agostini, der sich in 17 Jahren von 1965 bis 1977 mit insgesamt 15 WM-Titeln und 122 GP-Siegen einsam an die Spitze aller Bestenlisten setzte. In mehreren Klassen anzutreten war damals noch gang und gäbe, weshalb Ago seine Erfolge auf die 350er und die 500er verteilen konnte. Dass ein Fahrer auch nur in Agos Nähe kommen könnte, erschien jahrzehntelang ein Ding der Unnmöglichkeit.

Und doch beginnt Rossi allmählich, zum Mount Everest des Motorradsports hinaufzuschielen. "Die Frage, ob auch ich 122 Siege schaffen kann, beunruhigt Ago sicher mehr als mich", grinst Rossi und verrät, er könne sich durchaus noch drei, vier Jahre im GP-Sport vorstellen, falls er so lange fit und konkurrenzfähig bleibe. So sammelt der Fanclub seelenruhig weiter Fotos, bis die magische Zahl von 122 Siegen erreicht ist und die nächste Giga-Collage aufgebaut werden kann. Zwei, drei Jahre, und es könnte so weit sein.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel