MotoGP-Tests ohne Kawasaki (Archivversion)

Der kleinste japanische Motorradhersteller hat Probleme
bei der Entwicklung seines MotoGP-Triebwerks.

Bei den Tests der neuen 800-cm3-MotoGP-Maschinen für die Saison 2007, die im Anschluss an den Japan-Grand-Prix in Motegi am 24. September stattfinden, sind alle japanischen Werke vertreten – nur Kawasaki nicht. Weil
der neue Motor zwar 18500/min drehen muss, um die nötige Leistung zu generieren, in diesen Regionen aber häufig kollabiert und die Ingenieure immer noch nach Wegen forschen, diese Motorschäden
zu vermeiden, wurden die Probefahrten kurzfristig abgeblasen.
Probleme hat Kawasaki freilich auch am Verhandlungstisch: Der weitgehend
entmachtete Harald Eckl, der seine Zeit
als Teamchef noch bis Ende 2007 absitzt, versucht derzeit, seine Techniker-Mannschaft mit Zwei-Jahres-Verträgen an sich zu binden. Auf diese Weise will Eckl die gesamte Besatzung mitnehmen, wenn er nächstes Jahr von Bord geht, um – sofern alles nach Plan verläuft – mit dem Ilmor-Team in die Zukunft zu segeln.
Dass Eckl zweigleisig plant, ist längst
ein offenes Geheimnis, auch wenn er
sich vorsichtshalber aus einem frühen Schnappschuss der Ilmor-Maschine
retuschieren ließ, bevor das Foto in der Presse veröffentlicht wurde. Jetzt steuert Kawasaki gegen Eckls Planungseifer – und entsandte den hochrangigen Marketing-Manager Ted Tsuge zu einer ersten Krisensitzung nach Malaysia. fk

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