MOTORRAD sagt Goodbye (Archivversion) SAGT GOODBYE

MOTORRAD ist nicht abergläubisch. Doch nach 13 Jahren macht die Redaktion den Supermoto-Regiestuhl frei – auch weil ein potenter Erbe die Nachfolge antritt.

Mensch, wie die Zeit vergeht. Lange ist es her,
als die Dauertest-Maschinen gesattelt wurden und wir ihn einmal selbst sehen wollten, diesen Sport, von dem uns die Kollegen der französischen Presse so vorschwärmten. Supermotard. Und es war Liebe auf den
ersten Blick. Diese Rennen, diese Drifts, diese Atmosphäre. Kein Zweifel, das sollte auch Deutschland erleben. Wir krempelten die Ärmel hoch. Dem Pilotrennen folgte eine Serie, der Serie die Deutsche Meisterschaft. Und wir
waren glücklich.
Doch genauso wichtig wie die Rennen ist: Dieser Sport besitzt Ausstrahlung. Tausende breitbereifter Singles donnern inzwischen über die Landstraßen, zwölf Prozent aller Motorrad-Modelle ab 125 cm3 hören derzeit auf die Modellbezeichnung Supermoto. Und die Entwicklung knackig gestylter Zweizylinder-Supermotos hat mit der KTM 950 Supermoto oder der Ducati Hypermotard erst begonnen.
Deshalb ist MOTORRAD stolz, dass mit diesem Engagement die Welt des Motorrads um eine Facette reicher wurde. Ebenfalls stolz sind wir, mit dem ADAC einen engagierten Nachfolger gefunden zu haben, dessen Clubs
den Weg von MOTORRAD im Supermoto-Sport seit dem ersten Drift begleiteten. Insofern: Au revoir, Supermoto. War ‘ne schöne Zeit.

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